Nachkommen aus ehemaligen Übungsplatzdörfern besuchen Gräber
Kleinod im Sperrgebiet

Pfarrer Johannes Kiefmann segnete auf den Friedhöfen Haag und Langenbruck (im Bild) die Gräber. Werner Stubenvoll (rechts daneben) gab Erläuterungen zur Geschichte der aufgelösten Dörfer im Übungsplatz. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
12.11.2016
52
0

Grafenwöhr/Vilseck. Einer Tradition, die seit 1992 aufrechterhalten wird, kamen die Nachkommen aus den ehemaligen Übungsplatzdörfern Haag und Langenbruck nach. Sie besuchten die Friedhöfe im Sperrgebiet. Der Schlichter Pfarrer Johannes Kiefmann segnete die Gräber und sprach Gebete für die Verstorbenen. Alljährlich gibt die US-Armee-Garnison Bavaria die Möglichkeit, um die Allerheiligenzeit die Friedhöfe im Übungsplatz zu besuchen. Franz Zeilmann und Andreas Kreuzer vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit begleiteten die Fahrt durch die Rose-Barracks und entlang der alten Reichsstraße 85 nach Haag.

Werner Stubenvoll, dessen Urgroßvater die Haager Chronik verfasste, begrüßte die Gläubigen und ging auf die Geschichte der Übungsplatzdörfer ein. Haag wurde 1938 bei der Erweiterung des Übungsplatzes aufgelöst. 1992 sanierten Arbeiter der Bundeswehr und des Forsts den brachliegenden Friedhof und richteten Grabsteine wieder auf. Die kunstvoll gestalteten Grabmäler aus Sandstein stellen ein Kleinod im Sperrgebiet dar. Die Besucher legten Blumen an den Ruhestätten nieder und stellten Grablichter auf. Besucht wurde auch der Friedhof des alten Übungsplatzdorfes Langenbruck, der auf einer Anhöhe im Wald des Südlagers liegt. Gleich nach der Absiedlung wurde der Friedhof durch den US-Sergeant Abraham weiter gepflegt und ist somit auch noch gut erhalten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.