Neubau und Schließung
Bank im Umbruch

Andächtiges Lauschen bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
08.07.2016
99
0

Neuausrichtung für die Zukunft: Vorstand Thomas Keck informierte bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach unter anderem über den Neubau in Grafenwöhr. Sorgen über den Verlust seines Arbeitsplatzes müsse sich niemand machen.

Der 24. Juli - Annafest - ist gleichzeitig der große Tag für das neue Nebengebäude der Raiffeisenbank in Grafenwöhr. 2014 wurde mit der Sanierung des Becker-Anwesens begonnen, im September 2015 sind die Büros für die internen Abteilungen, die Zimmer für die genossenschaftliche Beratung sowie der Veranstaltungsraum im Dachgeschoss bezogen worden.

In Zusammenarbeit mit der Stadt entstanden zudem 15 weitere öffentliche Parkplätze, die Gartengestaltung folgt noch. Am Tag des Annafestes können die neuen Räume nachmittags besichtigt werden. Ein Thema war bei der Vertreterversammlung außerdem die Fusion. Der fortschreitende Zusammenschluss von Banken bewegt auch die Mitglieder der Grafenwöhr-Kirchenthumbacher Genossenschaft. "Es wird darüber gesprochen, doch es eilt nichts, und es ist nichts konkret", beantwortete Aufsichtsratsvorsitzender Hans Kammerer die Frage.

Es gelte Arbeitsplätze in Grafenwöhr und Kirchenthumbach zu halten, auch sei das Bank-Gebilde der Raiffeisenbank durch die geographische Lage am Rande des Übungsplatzes eingeschränkt. Einer Fusion müssten 75 Prozent der Vertreter zustimmen, stellte Kammerer heraus. Vorstand Herbert Meier bestätigte diesen Stand der Dinge: "Wir unterhalten uns, sehen die Notwendigkeit, doch es läuft nichts davon, das Erarbeitete muss erhalten bleiben". Stoß- und Zielrichtung sei nicht Weiden. In der nördlichen Oberpfalz könne es auch andere Gebilde geben, meinte Meier.

Die Vertreterversammlung ist das oberste Organ der Genossenschaft. Von der Satzungsänderung bis zur Bestimmung über Verschmelzung oder Auflösung reichen die Aufgaben des von den Mitgliedern gewählten Gremiums. 21 neue Vertreter seien bei den jüngsten Wahlen hinzugekommen, denen Keck den Aufbau der Genossenschaft bei der Versammlung im Jugendheim erläuterte. Nicht leicht fiel Vorstand und Aufsichtsrat die Entscheidung zur Schließung der Zweigstelle in Thurndorf. Die dortige Ansprechpartnerin Waldtraud Popp stehe künftig den Kunden in Kirchenthumbach zur Verfügung. Für das Gebäude liefen Verkaufsverhandlungen, um im Dorf einen Leerstand zu vermeiden. Eine Neugestaltung ist für das 1985 erbaute Bankgebäude in Kirchenthumbach notwendig. Neue Service- und Beratungscenter, Ausbau SB-Zone, neue Beratungszimmer und die Barrierefreiheit sollen den Umbau zeit- und zweckgemäß machen.

Grundsätzlich habe sich das Kundenverhalten geändert. Durchschnittlich komme ein Kunde nur noch einmal pro Jahr in die Geschäftsstelle. Auf einen Kundenkontakt in der Bank kommen 500 Kontakte über digitale Kanäle. Jeder Kunde sollte jedoch einmal jährlich seine Finanzen von seinem Berater prüfen lassen. Während beim ständigen Blick auf die Benzinpreise nur einige Cent gespart werden könne, kann es bei einer Bankberatung um mehrere tausend Euro gehen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.