Neues Gesicht für Altes Forsthaus

Architekt Reinhold Krausch (links) ist der neue Besitzer des Alten Forsthauses. Bei einem Ortstermin stellte er Bürgermeister Edgar Knobloch seine Planungen vor. Bild: mor
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Grafenwöhr
12.11.2016
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Das Alte Forsthaus in Grafenwöhr ist verkauft. Architekt Reinhold Krausch vom Büro "M 3 Plan" will das Haus bestandsnah sanieren und als Büro- und Wohngebäude nutzen.

Bürgermeister Edgar Knobloch sieht darin einen Mehrwert für Grafenwöhr, in einem ortsteilprägenden Gebäude werden Arbeitsplätze in der Stadt erhalten.

Nach mehrheitlichem Beschluss des Stadtrats ist das bislang im Besitz der Stadt liegende Gebäude in der Alten Amberger Straße verkauft und notariell verbrieft. Ab 1. Januar 2017 ist Architekt Reinhold Krausch der neue Besitzer, der gleich im Januar mit der Sanierung beginnen will. Bei einem Ortstermin informierte Krausch das Stadtoberhaupt über seine Planungen. Krausch war mit dem Kauf bestrebt, sein Büro M 3 Plan mit insgesamt fünf Mitarbeitern auch in Grafenwöhr zu halten. Nach dem Umzug ins neue Domizil will er sein Team noch um einen Auszubildenden erweitern. Der Diplomingenieur, der auch bereits mehrere Projekte in Grafenwöhr abwickelte, liebt alte Gebäude und will auch das alte Forsthaus in den Urzustand versetzen. Dazu ist er auf der Suche nach alten Bildern.

Komplett muss der Außenputz abgeschlagen und erneuert, Fensterlaibungen freigelegt werden. Der Lindan belastete Dachstuhl wird erneuert. Neu aufgeteilt werden die Innenräume, alte Elemente wie Granitböden sollen wieder sichtbar werden. Ins Erdgeschoss kommt das Architekturbüro. Im Obergeschoss stellt sich Krausch Räume für einen Fachplaner oder eine Nutzung mit dem Dachgeschoss als Wohnung vor. Erweiterungspotential besteht mit dem Nebengebäude. Rund 250 000 Euro will der Architekt in die Sanierung investieren.

Knobloch sieht in den Plänen eine Chance für Grafenwöhr. Neben dem Erhalt des Gebäudes behält die Stadt ein Planungsbüro mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Derzeit nutzen die Kunsterei sowie der Bürgerverein das Alte Forsthaus mit einem Flohmarkt. Dem Betreiber der Kunsterei wurden Räume in gleicher Größe zur kostenlosen Nutzung vorgestellt und angeboten, auch beim Umzug hätte die Stadt unterstützt. Der Bürgermeister ist enttäuscht, dass die Kunsterei das Angebot nicht angenommen habe. Der Bürgerverein und die Stadt sind derzeit auf der Suche nach einem Ersatzquartier für den Flohmarkt des Bürgerladens. Während das Nebengebäude einstweilen noch weiter genutzt werden kann, soll das Erdgeschoss bis zum Januar geräumt werden.

Knobloch würde Räume im Umfeld des Bürgerladens in der Eichendorffstraße für den Flohmarkt als Ideal empfinden - er ist zuversichtlich, auch hierfür bald eine gute Lösung zu finden. Die Bocciabahn, die die Senioren des Mehrgenerationenhauses im Garten des alten Forsthauses gebaut haben, kann laut Krausch auch weiter genutzt werden.
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