Pflege-TÜVs in den Seniorenheimen
Angehörige geben Noten

Vermischtes
Grafenwöhr
21.02.2016
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Nicht repräsentativ erschienen Münchener Studenten die Ergebnisse des Pflege-TÜVs in den Seniorenheimen. Sie wählten einen anderen Blickwinkel und befragten statt den Bewohnern die Angehörigen.

Die Mitarbeiter des BRK-Senioren-Wohn- und -Pflegeheimes wollten wissen, ob sie ihrem Leitbild gerecht werden. Deshalb beauftragten sie Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München damit, Angehörige der Bewohner anonym zu befragen. Bei den regelmäßigen Überprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen würden immer nur sieben Bewohner befragt. Diese würden erfahrungsgemäß dazu neigen, ihre Situation positiv zu bewerten. Die Frage war aber, wie schätzen die Angehörigen die Einrichtung ein?

Zusammen mit Leiterin Martina Günther entwickelten Karin Döringer, Lea Tremmer, Florian Megele, Patrick Hofmann und Merlin Endrich einen Fragebogen, der gezielt nach Kritik und Verbesserungsvorschlägen fragte. Fast die Hälfte der Angehörigen der 67 Bewohner machten bei der Befragung mit.

Das Ergebnis werfe ein gutes Licht auf die Einrichtung, freute sich Günther. Lob gebe es für die Pflegekräfte und deren freundlichen und fachkundigen Umgang mit den Bewohnern. Mehr Zeit für die Pflege wünschten sich 16 Prozent der Befragten. Fast alle würden das Pflegeheim weiterempfehlen.

Die Auswahl der Einrichtung begründeten die Angehörigen mit der raschen Verfügbarkeit eines Heimplatzes sowie dem guten Ruf und der Professionalität der Pflegekräfte. Wenige Angehörige wünschten sich mehr Informationen zu Veranstaltungen. Besonders gut wurde bewertet, dass immer ein kompetenter Ansprechpartner verfügbar sei. Die Befragten regten Verbesserungen zum Essen und zur Freizeitgestaltung an.
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