Radfahrer aus Grafenwöhr radeln durch sechs Länder in drei Etappen rund 1.400 Kilometer
Von der Rheinquelle nach Rotterdam

Das war der Anfang des Großvorhabens: An der Rheinquelle bei Andermatt in der Schweiz auf über 2000 Meter Höhe starteten die Grafenwöhrer ihre Tour. Bild: rgr
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Grafenwöhr
13.09.2016
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Grafenwöhr/Hütten. (rgr) Die Loreley, Kathedralen, grüne Wälder, historische Burgen und Schlösser säumten die Strecke. Die insgesamt 15 Tage hatten es allerdings auch in sich: Statt bei herrlichstem Sonnenschein am Strand zu liegen, schwangen sich fünf Grafenwöhrer auf ihr Fahrrad. "Von der Rheinquelle nach Rotterdam", hatten sich Edgar Baier, Josef Panzer, Stefan Ott, Karl Schönberger und Hans Mößbauer vorgenommen.

Das Ergebnis: Rund 1400 Kilometer legten sie auf dem Drahtesel - wohlgemerkt ohne Elektroantrieb - zurück. Mit durchschnittlich 100 Kilometern absolvierten die passionierten Radfahrer dabei ein beachtliches Tagespensum - trotz Kampf mit Wind, Regen und Überschwemmungen.

Am Oberalppass auf 2046 Meter Höhe starteten die Fünf 2014 an der Rheinquelle von Andermatt in der Schweiz. Die erste Jahrestour nach Basel blieb dabei in besonderer Erinnerung. "Da der Radweg in der Schweiz gesperrt war, mussten wir auf der Mountainbike-Strecke fahren. 16 Kilometer runter und die nächsten 15 Kilometer ging es wieder aufwärts. Den Start hatten wir uns etwas anders vorgestellt", blickt Edgar Baier zurück.

Die zweite Etappe im folgendem Jahr führte von Basel nach Mainz. Am fünften Tag machte das Wetter den Grafenwöhrern einen Strich durch die Rechnung. Nach Dauerregen und Überschwemmungen musste das Team abbrechen und die Heimreise antreten.

Aber nicht nur Wind und Wetter beeinflussten das Vorankommen. Es gab auch einige Reifenpannen, die behoben werden mussten. 2014 und 2015 legten die Radfahrer trotzdem jeweils 400 Kilometer zurück. Dafür mussten sie in diesem Jahr einen Zahn zulegen. Und: Wie geplant wurden die restlichen 600 Kilometer geschafft.

"Die schönste Etappe war die Tour von Straßburg nach Rheinland-Pfalz durch malerische Wälder, die ich so noch nie gesehen und erlebt habe", schwärmt Baier. "Neben dem Dom in Speyer und in Worms waren wir auch im Kölner Dom, wo wir ein paar Kerzen für eine unfallfreie Fahrt angezündet haben. Prompt war auch das Wetter schön", merkt Josef Panzer an. Besucht wurden auch die bekannte "Drosselgasse" in Rüdesheim, die "Brücke von Remagen" und das "Deutsche Eck" in Koblenz.

Eindrucksvoll war zudem eine große Moschee in Rotterdam. Eine weitere Besonderheit in Holland: Alle Kreisverkehre haben einen Radweg. "Die Radfahrer haben immer Vorfahrt und die Autofahrer sind wirklich immer stehen geblieben", erzählt Panzer. Auch für 2017 ist eine große Radtour geplant. Favorisiert wird derzeit eine Tour entlang der Mosel.
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