Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach zieht Bilanz
Bank wirtschaftet gut

Berichte, Bilanzen und Wahlen standen auf der Tagesordnung der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach. Unser Bild zeigt von links: Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber, die Vorstände Herbert Meier und Thomas Keck, die Aufsichtsräte Paul Reichenberger (wiedergewählt), Alois Lehner und Hans Kammerer sowie Helmut Thurn vom Genossenschaftsverband Bayern. Bild: mor
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Grafenwöhr
07.07.2016
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Die Banken haben mit der fortwährenden Niedrigzinspolitik zu kämpfen. Bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach gaben Aufsichtsrat und Vorstand Berichte zum Geschäftsjahr 2015. Die Bilanzsumme hat sich mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 114,8 Millionen Euro erhöht.

Im kleinen Jugendheimsaal begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Hans Kammerer die neugewählten Vertreter aus Grafenwöhr und Kirchenthumbach. Kammer stellte heraus, dass sich Programm und Geldflut der EZB bislang noch nicht positiv ausgewirkt haben. Die Banken hätten mit der fortwährenden Niedrigzinspolitik zu kämpfen, die Einnahmen brechen weg, Leidtragende seien die Sparer. Trotz der übergeordneten Geldpolitik könne die Raffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach mit dem Geschäftsergebnis zufrieden sein. Ein Dankeschön richtete Kammerer an die Vorstände und 45 Mitarbeiter.

Vorstand Herbert Meier berichtete über das Geschäftsjahr 2015. Er betonte, dass die Raiffeisenbanken keine Global-Player, sondern lokal und regional agierende Genossenschaftsbanken sind. 18 Millionen Menschen seien deutschlandweit Teilhaber einer Volks- und Raiffeisenbank. Für den eigenen Bereich in Grafenwöhr und Kirchenthumbach konnte der Mitgliederstand auf 2676 ausgebaut werden. 125 neue Bankteilhaber seien gegenüber dem Jahr 2014 dazugekommen, viele konnten auch vom Mitgliederbonusprogramm überzeugt werden. Die Zinspolitik der EZB und die teilweisen Strafzinsen führten dazu, dass sich die Raiffeisenbank gezwungen sah, zum 1. Februar 2016 Grundgebühren auf die Girokonten einzuführen.

Als sehr unterschiedlich bewertete Meier die Entwicklung der Raiffeisenbank im Jahr 2015. Gestiegen sei die Bilanzsumme auf 114,8 Millionen Euro, wie auch das Kundengesamtvolumen. Die Kennzahl der Gesamtheit der Einlagen und Kredite inklusive der Produkte der Verbundpartner erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 243,3 Millionen Euro. Mit einem Rückgang von 0,5 Prozent im Kreditgeschäft wurden die Planwerte von 2 Prozent verfehlt. Als erfreulich bewertete Meier, dass die Kundengelder beim Einlagengeschäft um 5,6 Prozent auf 95,5 Millionen Euro stiegen. Die Vermögenslage der Bank ist geordnet, so der Vorstand und beträgt im Geschäftsjahr 8,3 Millionen Euro. Gefallene Preise für Heizöl und Treibstoff verringerten beim Warengeschäft den Gesamt-Jahresumsatz um zirka 14 Prozent. Gesteigert werden konnten bei Brenn- und Treibstoffen die Absatzmengen, Wachstum gab es auch im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Das Betriebsergebnis beim Warengeschäft beziffert sich auf 28 000 Euro.

Bei der Gewinnverwendung stellte Vorstand Meier ein Ergebnis von 959 000 Euro heraus. Nach Abzug der Aufwendungen für Steuerzahlungen und der Bildung von Reserven errechnet sich ein Bilanzgewinn von 307 000 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen eine Dividende von 1,5 Prozent auszuschütten. Zu diesen 33 486 Euro kommen die Bonuszahlen für die aktiven Mitglieder in Höhe von 46 442 Euro.

HintergrundHelmut Thurn, leitender Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB) für die Region Oberpfalz, gratulierte der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach zum Betriebsergebnis: "Im Hause Ihrer Raiffeisenbank wurde im Geschäftsjahr wieder fleißig gearbeitet." Thurn ging auf die grundsätzlichen Bestimmungen der gesetzlichen Prüfungen ein und stellte fest, dass durch den Genossenschaftsverband der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 2015 der Bank erteilt wurde. Einstimmig billigten die Vertreter den Umfang des Prüfungsberichts, den Jahresabschluss sowie die Verwendung des Jahresüberschusses. Turnusgemäß schied Paul Reichenberger aus dem Aufsichtsrat aus. Da seine Wiederwahl nach der Satzung möglich ist, beriefen die Vertreter Reichenberger erneut in das Gremium - mit Hans Kammerer, Alois Lehner und Dr. Bernd Schäfer. Festgelegt wurde eine neue Pauschalvergütung für den Aufsichtsrat. Erfolg und weiter gute Zahlen wünschte zweite Bürgermeisterin Anita Stauber. Die Bank biete sichere Arbeitsplätze und zeige ein hohes soziales Engagement. Durch das neue Bankgebäude werde auch das Stadtbild erheblich aufgewertet. (mor)
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