Regina Herrmann erklärt beim Katholischen Frauenbund, wie Urtinkturen hergestellt werden
Dagegen ist ein Kraut gewachsen

Vermischtes
Grafenwöhr
18.07.2016
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(rgr) Kräuter, Alkohol und ein Schraubglas sind nötig, um Urtinkturen herzustellen. Bei Husten, Bronchitis oder Insektenstichen kann der Spitzwegerich helfen, um wieder gesund zu werden.

Regina Herrmann hat verschiedene Kräuter gesammelt, und stellte diese den Damen des Katholischen Frauenbunds vor. Dabei erklärte die Kräuterexpertin, welches Kraut verwendet werden sollte, um die entsprechende Krankheit zu behandeln.

Die Ringelblume, zu der auch das antiseptische Lavendelöl gegeben werden kann, ist gut für die Haut. Die Ackerwitwenblume habe die Eigenschaft, Trauerarbeit besser bewältigen zu können. Der "Allrounder" unter den Kräutern sei die Schafgarbe, die regulierend wirkt.

Um eine Urtinktur (mit frischen Kräutern) zu erhalten, werden die Kräuter nach der Säuberung und Zerkleinerung zur Hälfte in ein Schraubglas gefüllt. Danach wird es mit mindestens 37,5-prozentigem Alkohol (Wodka, Korn oder Weingeist) aufgefüllt und durchgeschüttelt. Das Glas muss 30 Tage lang stehen und öfter durchgeschüttelt werden. Danach wird der Ansatz durch ein Sieb abgeseiht und in dunkle Schraubglasflaschen abgefüllt.

Die Beschriftung mit Herstellungsdatum, den verwendeten Kräutern, dem Alkoholgehalt und die Verwendung sollte vorgenommen werden. "Die Tinkturen nimmt man zwei- bis dreimal täglich in einem halben Glas Wasser zu sich. Da die Menschen unterschiedlich darauf reagieren, genügen bei manchen bereits nur einige wenige Tropfen", erklärte Regina Herrmann. Bei ernsthaften und unklaren Beschwerden sollte jedoch ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden.

Am Vortragsabend stellten die Teilnehmer im Jugendheim ihre ganz speziellen Urtinkturen her. Vorsitzende Doris Baumann bedankte sich bei der Kräuterführerin.
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