Schwester Teresa Zukic referiert beim Arbeitskreis im Grafenwöhrer Jugendheim
Deutsche Antwort auf "Sister Act"

Vermischtes
Grafenwöhr
10.11.2016
34
0

"Es ist besser, in Gemeinschaft Schokolade zu essen, als alleine Rosenkohl", sagt Schwester Teresa Zukic, deren Vortrag im voll besetzten Jugendheimsaal in Grafenwöhr lautete: "Jeder ist normal, bis du ihn kennst. Von der spirituellen Kraft, Menschen zu (er)tragen."

Grafenwöhr/Pressath. (rgr) Wie gut, dass Zukic einst eine Schlafstörung hatte. Damals las sie das erstbeste Buch, das ihr in die Hand fiel. Dabei machte sie Bekanntschaft mit der Bibel und mit dem "Abenteuer Jesus Christus". "Mein Leben ist mein Hobby", verriet Schwester Teresa, die vor rund 30 Jahren viel Sport trieb, nämlich Basketball spielte, aber bis zum 18. Lebensjahr nie eine Kirche besuchte. In einer Nacht habe Gott jedoch ihr Leben verändert und sie habe sich taufen lassen.

Schwester Teresa fuhr mit Kindern auf einem Skateboard und wurde durch eine Fernsehsendung mit Margarete Schreinemakers berühmt. Der Titel der "Skateboard fahrenden Nonne", wie sie von der "Frankfurter Rundschau" betitelt wurde, hat ihr schließlich Türen geöffnet. Mittlerweile hat sie acht Bücher geschrieben und neun Musicals komponiert und auch aufgeführt.

In ihrem Vortrag ging es um Beziehungen, die oftmals wehtun können. Meistens seien dabei die anderen "nicht ganz normal". Dabei ist doch jeder irgendwie seltsam und kränkt dabei andere. Aber: "Kränkungen machen krank und haben Macht", weiß Schwester Teresa. Um das besser verstehen zu können, sagte sie: "Ein Stachelschwein hat 20 000 Stacheln. Vorurteile, Neid, Egoismus und vieles mehr sind Stacheln. Und eine Leistung ist kein Ersatz für eine Beziehung. Das Fatale sei, dass die Deutschen Weltmeister im Denken sind. "Doch wir sollten umdenken oder aufhören zu denken, Stopp sagen und uns ablenken", riet die Referentin, denn wenn die Seele leidet, wird auch der Körper krank.

Sehr wichtig ist auch das Vergeben. Konflikte können nach der "Bergpredigt" gelöst werden. "Gehe hin zu deinem Bruder oder zu deiner Schwester - unter vier Augen - und stelle ihn oder sie zur Rede mit dem Ziel, sich zu versöhnen." Dies sei der erste Schritt. "Wichtig ist auch, Humor zu haben, denn wer lacht, kann nicht gleichzeitig aggressiv sein. Schreien ist Körperverletzung", warnte die Schwester. Zum Thema "Wunder" äußerte sie sich so: "Wenn du nicht an Wunder glaubst, sei selber eins und vertraue Gott." Ihr Appell an die rund Hundert begeisterten Zuhörer war: "Vergebt anderen. Auf was wollen Sie warten?"

Abschließend bedankten sich die beiden Pfarrer Bernhard Müller und Dr. André Fischer sowie Doris Bernhardt vom Arbeitskreis "Ökumene" bei Schwester Teresa. Bei gemeinsamen Gesprächen, Tee und Gebäck klang der Abend aus. Viele nutzten die Gelegenheit, eines ihrer Bücher zu kaufen. Der Titel des neuesten Buches lautet: "Von der Zärtlichkeit Gottes".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.