Sechs neue Ministranten in Gmünd
Sechs Neue im Netz

Diese sechs Kinder haben sich für den Altardienst bereiterklärt: (von links) Tim Neubauer, David Raß, Fiona Walberer, Melissa Schatz, Elisabeth Anderson und Fabian Rauscher. Mit im Bild Stadtpfarrer Bernhard Müller, Gemeindereferentin Christine Gössl (rechts). Oben links Ministrantenbetreuer Martin Schmid, Pascal Hofmann, Miriam Rubenbauer und Betreuerin Marion Schmid. Sie und ihr Bruder Martin kümmern sich seit rund 20 Jahren um die Gmünder Ministranten. Bild: az
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Grafenwöhr
26.10.2016
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Sechs Mädchen und Buben sind jetzt Menschenfischer: Sie wurden in die Ministrantengemeinschaft aufgenommen.

Gmünd. David, Elisabeth, Fabian, Fiona, Melissa und Tim aus der Filialgemeinde Gmünd traten dieses Jahr erstmals an den Tisch des Herrn. Und alle sechs Kinder versprachen am Sonntag feierlich vor der Gemeinde, als Ministrant Dienst am Altar verrichten zu wollen. Für diese Bereitschaft dankte ihnen beim Gottesdienst Stadtpfarrer Bernhard Müller. Die Gemeinde honorierte das Engagement mit kräftigem Applaus.

"Jesus braucht Menschenfischer, die mit ihm und für ihn zu den Menschen gehen und sich, trotz Gegenwind und hohen Wellen, nicht zurückziehen." Von diesem Leitgedanken war die Messfeier beseelt, ausgerichtet auf dem zentralen Wunsch, die sechs neuen Ministranten möchten ebenfalls zu Menschenfischern werden. Ein Netz vor dem Altar mit angedeutetem Meer unterstrich die Szene. Ministrantenbetreuer Martin Schmid setzte sich gedanklich mit diesem "Netzbezug" zu Jesus Christus auseinander (siehe Kasten) .

Pfarrer Müller nannte diesen Sonntag einen "besonderen Tag für die Gemeinde" und wertete die Aufgaben der Neuen als "einen wertvollen und wichtigen Dienst, Gottes Licht weiter zu geben und die Frohe Botschaft weiter zu sagen".

Auch in seiner Kurzpredigt thematisierte der Priester das Tagesmotto und formulierte unter anderem: "Fische leben gerne in Schwärmen. Wenn unsere Gemeinschaft gelingt und wir von der Gruppe begeistert sind, dann möchten auch andere mitmachen. Auch so werden wir zu Menschenfischern."

Anschließend nahm er den Kindern das Versprechen ab, Gemeindereferentin Christine Gössl legte ihnen die gesegneten Plaketten um. Symbolisch dazu hingen sich die "Neuen" mit einem Fisch ins Netz und komplettierten so die Szene. In den Fürbitten gedachten die Kinder all jener Menschen, die in ihrer speziellen Lebenssituation auf der Suche nach Sinn und Erfüllung streben.

Pia Rubenbauer brachte in der Meditation nach der Kommunionfeier Jesu tröstliches Versprechen auf den Punkt: "Ich bin bei euch alle Tage, bei euch als Gemeinde, bei jeder und jedem Einzelnen. Ich bin bei euch, für euch da."

Dem Stadtpfarrer war es abschließend ein Anliegen, Dank zu sagen, insbesondere den Geschwistern Marion und Martin Schmid für die intensive Vorbereitung der neuen Ministranten sowie Doris Schmid und Johanna Rubenbauer für die musikalische Begleitung.

Fische leben gerne in Schwärmen. Wenn unsere Gemeinschaft gelingt und wir von der Gruppe begeistert sind, dann möchten auch andere mitmachen. Auch so werden wir zu Menschenfischern.Stadtpfarrer Bernhard Müller


"Menschenfischen"Ministrantenbetreuer Martin Schmid führte gedanklich über das "Menschenfischen" in die Messfeier ein:

"Herr Jesus Christus, dein Netz will ich auswerfen, dieses Netz deiner grenzenlosen Liebe, die nichts erwartet und keine Bedingungen stellt.

Dein Netz will ich auswerfen, dieses Netz deines unerschütterlichen Vertrauens, das Mut macht, immer wieder aufzubrechen, das Undenkbare zu erproben, das Aussichtslose zu wagen, ungewohnte Wege zu gehen.

Dieses Vertrauen, das so ansteckend ist und in ein Leben in Fülle führt.

Dein Netz will ich auswerfen, dieses Netz deiner gütigen Barmherzigkeit, die sich der Schwachen annimmt und die Kleinen in die Mitte stellt.

Herr, ich danke dir, dass du mir deine Netze anvertraust und mich für dich zum Menschenfischer werden lässt." (az)
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