Soziale Stadt mit breitgefächertem Angebot
Vielfältige Bausteine der Hilfe

Elisabeth Gottsche (stehend) rief in der Sitzung des Quartierbeirats die Aktivitäten des vergangenen Jahres in Erinnerung. Die Projektsteuerung liegt bei Sonja Kaatz (sitzend, Mitte). Diese informierte über das neue Förderprogramm. Bild: rgr
Vermischtes
Grafenwöhr
15.03.2016
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Lösungen für soziale Brennpunkte und vielerlei Unterstützung: Das gibt es bereits seit über zehn Jahren bei der Sozialen Stadt. Zudem findet im Mehrgenerationenhaus Integration statt. Zuschüsse gibt es weiterhin; für 2017 ist ein neues Programm geplant.

Quartiermanagerin Elisabeth Gottsche berichtete in der Sitzung des Quartierbeirats über die Aktivitäten des vergangenen Jahres im Mehrgenerationenhaus. "Das Gartenprojekt der Senioren wurde mit Kindern der Mittelschule gemeinsam veranstaltet. Das Sommerfest der Sozialen Stadt begann mit einem Weißwurstfrühstück."

Und beim Adventmarkt sei mit Glühwein, Plätzchen und Angeboten der Strickerinnen Präsenz gezeigt worden. "Ein Familienfrühstück wird in Kooperation mit dem Landratsamt einmal im Monat für alleinerziehende Mütter angeboten", informierte Gottsche. Es gebe auch eine Handarbeitsgruppe sowie die "Donnerstagsrunde", die sich nun immer montags treffe.

Darüber hinaus stünden einmal wöchentlich Gymnastik und Linedance auf dem Programm. Ihre Hauptarbeit sieht Gottsche bei der Unterstützung der Sozialen Stadt, beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen für die Rumänen. Nach einem neuen Gesetz müsse jeder krankenversichert werden, hob sie hervor. Probleme gebe es oft beim Strom.

Unterstützung werde zudem mit der Schuldnerberatung sowie durch das Jugendamt gegeben, das als Chance gesehen werden sollte, so die Quartiermanagerin. Auch mit Reiner Hofmann von der Wohnungsbau GmbH gebe es gute Beziehungen. Schließlich sprach Gottsche den Zivilcouragekurs der Polizei und die Zusammenarbeit mit Monika Sebald vom Bürgerladen an. In der Runde wurde dann über das Sprachproblem bei Flüchtlingen gesprochen. Ein Deutschkurs wäre angebracht.

Vorausschauend auf 2017 ging Sonja Kaatz, der die Projektsteuerung obliegt, auf das neue Förderprogramm ein, bei dem es zum einen um den demografischen Wandel geht. Hier werden Ideen gesucht. Der zweite Punkt ist die Integration von Flüchtlingen mit Patenschaften im Mehrgenerationenhaus. Für dieses Programm gibt es vom Bundesfamilienministerium 30 000 Euro an Fördergeldern sowie 5000 Euro vom Freistaat Bayern. Weitere 5000 Euro muss die Stadt für Betriebskosten aufbringen. Hintergrund

Hutza-Nachmittage und Jugendtreffs

Grafenwöhr. (rgr) Sonja Kaatz blickte in der Sitzung des Quartierbeirats (siehe nebenstehender Artikel) zurück auf die Anfänge der Sozialen Stadt mit dem LOS-Projekt (Lokales Kapital für soziale Zwecke), bei dem es Gelder vom Europäischen Sozialfonds gab.

Die Integration, die zuerst nur in der Eichendorffstraße stattfand, gibt es nunmehr im Mehrgenerationenhaus. Dort kamen bei 42 Hutza-Nachmittagen 30 bis 40 Senioren zusammen, um sich bei Kaffee und Kuchen zu unterhalten. Kaatz dankte der fleißigen Kuchenbäckerin Astrid Blumentritt.

Es gab 49 Mal einen Jugendtreff, bei dem auch junge Flüchtlinge eingebunden waren, sowie zwölf Klöppelnachmittage. In Zusammenarbeit mit Koki (Netzwerk frühe Kindheit) wurden zehn Mal ein Frühstück sowie Vorträge über Neurodermitis, Asthma, die Trotzphase bei Kleinkindern und das richtige Kompostieren angeboten.

Über die "Jail-End"-Strafgefangenenhilfe sprach Michael Ette. Er habe zu 120 Gefangenen aus den Justizvollzugsanstalten Amberg und Weiden, die kurz vor ihrer Entlassung stehen, Kontakt aufgenommen. "Sie sind entlassen, aber nicht verlassen", lautet das Motto Ettes, der ihnen seine Hilfe anbietet.

Volkshochschule

"Bewährte Hausmittel für die ganze Familie": Vortrag

Oberbibrach. Vom Apfel bis zum Zwiebelwickel: Es gibt einfache Mittel, um Beschwerden wie Husten, Ohrenschmerzen, Fieber, aber auch Verdauungsstörungen, Gelenkschmerzen oder Blasenentzündungen zu behandeln. In ihrem Vortrag am Donnerstag, 17. März, von 19 bis 21 Uhr im Alten Schulhaus wird Heilpraktikerin Elke Winterl einige Anwendungen auch praktisch vorführen.

Anmeldungen in der VHS-Geschäftsstelle Eschenbach, Telefon 09645/8283, E-Mail info@vhs-eschenbach.de.
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