Stadt begeht Volkstrauertag
Für den Frieden eintreten

Vermischtes
Grafenwöhr
15.11.2016
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Es war ein Tag der Erinnerung und des Gedenkens derer, die Terror und Kriegen auf unerbittliche Weise zum Opfer fielen und immer noch fallen. Die Grafenwöhrer versammelten sich am Volkstrauertag aber auch, weil sie sich aktuell um den Frieden in der Welt sorgen.

(rgr) "Wir können und dürfen nicht vergessen, wie viel Leid für die Welt - und auch für unser Volk - gerade von deutschem Boden ausgegangen ist. Wir dürfen nicht vergessen, wo die Ursachen der größten Katastrophe des letzten Jahrhunderts liegen", betonte Bürgermeister Edgar Knobloch vor dem Kriegerdenkmal am Rathaus. "Die schändlichsten Kapitel unserer eigenen Geschichte müssen uns Mahnung und Verpflichtung sein, überall auf der Welt für den Frieden einzutreten."

Demokratie, Rechtsstaat und ein soziales Miteinander würden zu einem menschlichen Miteinander beitragen. Sie seien die wichtigsten Eckpfeiler für ein friedliches Zusammenleben. Was in Europa nun möglich war, müsse auch in anderen Teilen der Welt gelingen. Die Europäische Union, die 1951 als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet wurde, habe wesentlich zur Annäherung einstiger Feinde beigetragen. "Partnerschaftliche Beziehungen sind gerade hier in Grafenwöhr für jedermann sichtbar, wenn amerikanische Soldaten und Veteranen zusammen mit uns und deutschen Soldaten freundschaftlich der Opfer, die es auf beiden Seiten gegeben hat, gedenken", sagte Knobloch.

"Frieden zwischen Menschen und Völkern muss zur Selbstverständlichkeit werden. Daran müssen wir auch in unserem unmittelbaren Umfeld festhalten. Wir müssen den Blendern in unserer Gesellschaft, die mit billigen Parolen zu Hass und Ausgrenzung aufhetzen entschieden entgegentreten", appellierte er.

Den Toten zur Ehre legten Bürgermeister Edgar Knobloch im Namen der Stadt, Oberstleutnant Florian Rommel für die Deutsche Militärische Vertretung, (DMV), Brigadegeneral Antonio A. Aguto und Garnisonskommandeur Oberst Lance C. Varney als Vertreter der US-Army sowie James R. Joyce als Veteranenvertreter Kränze am Denkmal nieder. Abschließend bedankte sich der Bürgermeister bei ihnen sowie allen Vereinen, der Feuerwehr, der Stadtkapelle und Stadtpfarrer Bernhard Müller, der in der Alten Pfarrkirche den Gedenkgottesdienst zelebriert hatte.
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