Stadtrat Grafenwöhr
Streitpunkt Gehweg

Vermischtes
Grafenwöhr
23.06.2016
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Der Stadtrat stellt die Weichen zur Straßenerschließung in Gößenreuth. Dort ist auch ein befahrbarer Gehweg geplant. Das ruft allerdings die Kritik der CSU-Fraktion hervor.

/Gößenreuth. Nach der Rechtskraft des Bebauungsplanes "Zur Stiegl" in Gößenreuth stellte der Stadtrat die Weichen zur Straßenerschließung in Gößenreuth. Bei dem Straßenzug handelt es sich um die Verlängerung eines bereits ausgebauten Weges mit einer Länge von 114 Metern. Die künftige Stichstraße endet mit einem Wendehammer. Allerdings entspreche wegen des geringen Verkehrsaufkommens der Wendebereich nicht empfohlenen Mindestgrößen, betonte der Planer.

Michael Wagner verwies auf die wesentlichen Grundzüge der Erschließungsmaßnahme, die sich am Bebauungsplan orientiere. Die geplante Regelbreite des Straßenquerschnitts beträgt 4,50 Meter. Auf der südlichen Seite ist zusätzlich ein 1,50 Meter breiter befahrbarer Gehweg in Pflasterausführung geplant. Dieser Multifunktionsstreifen diene gleichzeitig als Kabelgraben, bemerkte der Planer nach einem Einwand von Gerald Morgenstern. Der CSU-Sprecher hatte an der Notwendigkeit eines Gehweges gezweifelt: "Im ganzen Dorfbereich gibt es keinen." Ergänzend verwies Wagner auf das gestalterische Element eines Gehwegstreifens. Beiderseitige Muldensteine sollen die Anliegerstraße begrenzen.

Es folgten Erläuterungen zum Wasserleitungsbau und zur Abwasserentsorgung. Das Ingenieurbüro plant zur Verbesserung der hydraulischen Verhältnisse einen Wasserleitungsringschluss zwischen Feuerwehrhaus und Dorfstraße. Neu zu verlegen sind 160 Meter Hauptwasserleitung. Auf die Schmutzwasserentsorgung eingehend verwies Wagner auf die geplante Entwässerung im Trennsystem. Zur Rückhaltung anfallender Niederschlagswässer erläuterte Wagner die Planungen für einen Stauraumkanal mit einem Durchmesser der Stahlbetonrohre von einem Meter und einem Drosselabfluss. Der 108 Meter lange Schmutzwasserkanal werde in Kunststoffausführung im Durchmesser von 200 Millimetern eingebaut, erläuterte Wagner.

Der Planer informierte über die Wasser- und Kanalhausanschlüsse. Knobloch verwies auf eine Vorbesprechung mit den Anliegern. Bei einer Gegenstimme von Klaus Schmitsdorf erteilte der Rat die Zustimmung zu einer begrenzten Ausschreibung. Bürgermeister und Rat hoffen, den Vergabeauftrag, wie bei der Erschließung im Bereich des Baugebietes "Josef-Bertelshofer-Straße", bald erteilen zu können.

Im ganzen Dorfbereich gibt es keinen.CSU-Fraktionssprecher Gerald Morgenstern über den geplanten Gehweg


RathaussplitterDie jüngste Vollsitzung des Stadtrates begann mit einer Gedenkminute für Herbert Hummel. Die Ratsmitglieder erhoben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Sitzen, als Bürgermeister Edgar Knobloch die Leistungen Hummels für die Stadt würdigte.

Der Rathauschef erinnerte an das langjährige kommunale Engagement von Mai 1978 bis März 2007 als Stadtrat, davon von 1990 bis 2004 als 3. Bürgermeister und dankte für den unermüdlichen Einsatz Hummels für seine Heimat. "Uneigennützig, hoch angesehen, mit der besonderen Fähigkeit zum Ausgleich war Hummel eine Bereicherung für Mitbürger, Stadt und Kommunalpolitik."

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten der Mittelschule informierte der Bürgermeister über eine Eilentscheidung für die Schlosserarbeiten zum Einbau einer Rampenanlage. Die Maßnahme dient der Optimierung der Fluchtwege und geht auf einen Beschluss im Bauausschuss zurück.

Im Verfahren zur freihändigen Vergabe hatten die Firma Wildner aus Wernberg-Köblitz und die einheimische Firma Metallbau Wiederer Angebote abgegeben. Der Auftrag wurde an die Firma Wildner als den wirtschaftlichsten Bieter vergeben, teilte Edgar Knobloch mit. Die Auftragssumme beträgt 15 411 Euro.

Erstmals traf sich der Stadtrat zu einer mehrtägigen Klausur in Georgenberg. Bürgermeister Edgar Knobloch berichtete von vielen interessanten Themen und informativen Stunden. (do)
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