Sternsinger in Gmünd
Haus wird zur Heimat

Vermischtes
Grafenwöhr
10.01.2016
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Sterne, Licht, Segen - und die Einwirkungen auf unser Leben, mit diesen Elementen setzte sich Ruhestandspfarrer Hans Bayer am Hochfest der Erscheinung des Herrn in Gmünd auseinander. Nach der Eucharistiefeier segnete er die sieben Sternsinger für ihren wohltätigen Auftrag.

Traditionsgemäß hatte die Ortsfeuerwehr die Stadtkapelle Grafenwöhr für die musikalische Begleitung mit der Schubertmesse bestellt.

Die Bedeutung der Sterne, insbesondere die Konjunktion von Jupiter und Saturn, seien sozusagen spannungsgeladen, was auf Menschen wie auf die Ökonomie Ausstrahlung habe. So würden etwa große Unternehmen keine wichtigen Verträge abschließen, wenn diese beiden Gestirne "nahe zusammenstehen". Bayer, in seinem "früheren Leben" als Finanzbeamter tätig gewesen, bezog dieses Wissen von einem Besuch der Finanzhochschule Nürnberg auf der dortigen Sternwarte. Jene uralten Erkenntnisse seien durch neue Forschungen wissenschaftlich gedeckt.

Großen Wert misst der Priester der Haussegnung bei, die gerade am Dreikönigstag Tradition hat. Nicht um Dämonen, vielmehr um ungute Stimmungen zu vertreiben, leitete er über. Wo Anspannung und Unzufriedenheit herrschen, solle mit dem Segen des Herrn Harmonie, fruchtbare Spannung und erfrischende Energie in die einzelnen Räume ziehen. So könne der Segen "in den Alltag unseres Lebens hineinwirken", Gottes Liebe Heimat und Wohlbefinden bringen, uns seine Gegenwart erfahrbar machen.

In der Gewissheit, Gott sei mit uns, könnten wir gelassen unterwegs sein und so miteinander als Friedens- und Lichtbringer in der Welt wirken. Bayer, der den Weihrauch als "Duft Gottes" bezeichnete, betonte zusammenfassend: "Dieser Gottesdienst muss weitergehen und in unsere Wohnungen hineinleuchten."

Auch in den Fürbitten nahm Lektorin Angelika Ruhland Bezug auf des Pfarrers Aussagen. So bat sie "um den Segen für unsere Wohnungen, die oft angefüllt sind mit negativen Stimmungen".

Seit 16 Jahren dabeiIn zwei Gruppen gingen Luca Schatz, Moritz Raß, Sophia Arnold, Pia Rubenbauer, Felix Hofmann, David Raß und Melissa Schatz durch den Ort. Begleitet wurden sie von Milena Wegmann, Noah Ruhland und Pascal Hofmann. Marion und Martin Schmid haben die Mädchen und Buben einmal mehr vorbereitet und eingekleidet. Seit über 16 Jahren schon stellen sich die Geschwister für die gute Sache zur Verfügung. (az)
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