Veterans-Day
"Ein Tag des Friedens"

Vermischtes
Grafenwöhr
16.11.2016
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Derer zu gedenken die sich für ihr Land einsetzten und für eine friedvolle Welt ihr Leben ließen, dazu rief Brigadegeneral Antonio A. Aguto auf. Die US-Armee und die VFW ("Veteranen vergangener Kriege") begingen am Gefangenenfriedhof in den Tower Barracks den Veterans Day.

Der Ort passte zum Ursprung des Veteranen-Tags. Der Gefangenenfriedhof entstand 1914, als während des Ersten Weltkrieges das Grafenwöhrer Lager das größte Kriegsgefangenenlager in Bayern war. Dort wurden rund 700 verstorbene Franzosen, Russen, Rumänen beigesetzt. Zum Ende des Ersten Weltkrieges wurde in den USA der ursprüngliche Waffenstillstandstag am 11. November 1918 als Gedenktag ins Leben gerufen. Seit 1954 wird er als "Veterans Day" bezeichnet.

Einsatz für bessere Welt


In der Halle, dem "Performing Arts Center", vor dem Friedhof fanden sich zur Gedenkfeier Militärs der US-Armee und der Bundeswehr, Veteranen, amerikanische Schüler und zivile Gäste ein. Nach den Nationalhymnen und Gebeten rief Brigadegeneral Antonio A. Aguto in einer Ansprache die Gefallenen der vergangen Kriege in Erinnerung.

Der Veteranen-Tag sei nicht nur ein Tag ohne Arbeit sondern stelle den Dienst der Soldaten vorausgehender Generationen heraus, die für ihr Land in den Kriegen und Einsätzen ihr Leben verloren. "Sie setzten sich für eine bessere und friedvollere Welt ein, darum ist der Veteranentag auch ein Tag des Friedens", so Aguto.

Auf dem Friedhof vor dem orthodoxen Kreuz legten Brigadegeneral Aguto und James R. Joyce von den VFW zusammen mit Garnisonskommandeur Oberst Lance Varney und First Sergeant Michael Toolin Kränze nieder.

Kreuze renoviert


Aguto enthüllte auch die neu renovierte Plakette am Kreuz mit der Inschrift: "In Erinnerung an mehr als 200 russische und rumänische Kriegsgefangene, die in Gefangenschaft während des Ersten Weltkrieges starben und hier 1914-1918 begraben sind. Ruhe in Frieden."

1928 wurde ein Großteil der beigesetzten Kriegsgefangenen in ihre Heimatländer überführt, nach Frankreich wurde damals auch das große Denkmal gebracht, das ehemals am Gefangenenfriedhof stand.
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