Werner Biersack nach langer Krankheit verstorben
Lehrer, Förderer, Antreiber

Werner Biersack. Bild: rgr
Vermischtes
Grafenwöhr
14.07.2016
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Werner Biersack steckte sich selbst hohe Ziele. Sowohl beruflich als auch im Ehrenamt wollte er immer mehr erreichen. Nun ist der Förderschulrektor und Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Grafenwöhr nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren gestorben.

Werner Biersack war als junger Lehrer an der Schule in Grafenwöhr beschäftigt, als er sich entschloss, an der Universität München eine Weiterbildung zum Sonderpädagogen zu absolvieren. Mit dem erfolgreichen Abschluss in der Tasche kam er zurück in die Oberpfalz und baute mit Georg Nußstein das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) in Eschenbach auf. Ab 10. September 1969 war er dort als Sonderschullehrer und gleichzeitig Schulleiter an der "Sonderschule für Lernbehinderte" tätig. 1973 wurde Biersack Rektor der Schule. Im Kindergarten Grafenwöhr gab Biersack Sprachheilunterricht. Mit dem Sonderschulrektor Gerhard Egerer sowie Sonderschulkonrektor Georg Nußstein, Schulamtsdirektor Karlheinz Ederer und Stadtpfarrer Hans Bayer kämpfte er dafür, Lücken im Betreuungssystem zu schließen. Ihm ist es zu verdanken, dass 1989 in Grafenwöhr die SVE mit einer kleinen Gruppe von zehn Kindern gegründet wurde. Von Eschenbach wechselte er als Rektor an die Stötznerschule in Weiden und leitete die Schule bis 2000.

Biersack war in verschiedenen Vereinen aktiv. Besonders am Herzen lag ihm der Heimatverein Grafenwöhr. Am 1. März 1967 trat er in den Verein ein und war über 49 Jahre Mitglied. In einer für den Heimatverein schwierigen Zeit des Umbruchs übernahm er 1984 den Vorsitz. Sein Anliegen war die Museumsarbeit. In ihm reifte der Entschluss, den Weg vom Heimat- zu einem Schwerpunktmuseum zu gehen. Die Militärabteilung entstand. Er überzeugte die Vertreter der Stadt, entwickelte ein Konzept, plante die Räumlichkeiten. Am 30. Juni 1990 wurde das neue Militärmuseum eröffnet. Sein nächstes Projekt war die Sanierung des Kasten- und Torschusterhauses mit Errichtung eines Zwischenbaus für Sonderausstellungen. Biersack und viele freiwillige Helfer leisteten Hunderte ehrenamtliche Stunden. Nach der Sanierung konnte 1992 der erste Teil des Kulturmuseums eröffnet werden.

23 Jahre, bis 2007, führte und lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Aufgrund seines außergewöhnlichen Engagements und seines steten Einsatzes für den Heimatverein ernannten die Vorstandsmitglieder Biersack 2007 zum Ehrenvorsitzenden.

Eine schwere Krankheit zwang ihn dazu, seine Aufgaben niederzulegen, er zog sich ins Privatleben zurück. Am Montag starb Biersack im Kreise seiner Familie. Er hinterlässt seine Frau Angelika sowie seine drei Töchter Petra, Sabine und Angela mit ihren Familien.
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