Zechmayer Werkzeugbau-Formbau
Vom Föhn zum Rolls Royce

Edle Teile der Innenausstattung eines Rolls Royce zeigt Rainer Zechmayer (links) seiner Mutter Gisela und Franz Weichselgartner von der Regierung der Oberpfalz. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
23.06.2016
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Mit dem Bau von Metallformen für das Plastikgehäuse eines Föhns und Kunststoffkleiderbügel hat es 1966 begonnen. Mittlerweile werden hochwertige Teile des Car-Interieurs von Audi bis VW und sogar Rolls Royce in Zechmayer-Formen hergestellt.

Landrat, Bürgermeister, Regierungsvertreter und Ehrengäste gratulierten dem "Hightech-Handwerksbetrieb" Zechmayer Werkzeugbau-Formenbau zum 50. Geburtstag. Auf den Tag genau am 20. Juli 1966 gründete der ehemalige zweite Bürgermeister und Kreisrat Georg Zechmayer mit seinem Schwager in der Bahnhofsiedlung die Firma Tittel und Zechmayer Metallbauwerkstätten Werkzeug und Formenbau.

Nach dem plötzlichen Tod von Georg Zechmayer 1978 stand die Firma fast vor dem Aus. Rainer Zechmayer übernahm im Alter von 22 Jahren die Betriebsleitung und führte die Firma mit seiner Mutter Gisela und mit Hilfe seines Onkels Willi weiter. Mit Blumen dankte der jetzige Firmenchef der Seniorin und blickte auf Stationen der Firmenentwicklung zurück. 1986 übernahm er die Produktionshalle von seinem Onkel Hans, 1994 baute er das Verwaltungsgebäude in der Bahnhofssiedlung. Der Maschinenpark wurde ständig modernisiert und nach einer Werkserweiterung nach Hütten und schließlich dem Neubau, erfolgte 2014 der Umzug ins Industriegebiet Hütten.

"Top Mitarbeiter, zufriedene Kunden, zuverlässige Lieferanten, positiver Rahmen und ein positives Umfeld und das Quäntchen Glück", nannte Rainer Zechmayer als Voraussetzungen für die beständige Entwicklung und die Erfolgsgeschichte des Familienbetriebs. Ehefrau Waltraud, die Töchter Steffi und Iris sowie Sohn Jörg, der bereits seinen Meister abgelegt hat, arbeiten in der Firma.

Für das positive Umfeld dankte Zechmayer der Stadt und dem Landkreis, Franz Weichselgartner, dem Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung bei der Regierung der Oberpfalz, Herbert Meier und Thomas Keck von der Raiffeisenbank und Steuerberater Günter Dilling. Der Obermeister der Metallinnung Nordoberpfalz, Dieter Hagn, überreichte zum 50-jährigen Jubiläum die Ehrenurkunde der Innung. Immer positiv konnte die Stadt Grafenwöhr die gesunde Entwicklung der Firma begleiten, merkte Bürgermeister Edgar Knobloch an. "Ihr und die Stadt könnt Stolz auf einen Vorzeigebetrieb mit hochqualifizierten Arbeits- und Ausbildungsplätzen sein." Ein großes Kompliment hatte Knobloch für dem Firmenchef parat, der in jungen Jahren Verantwortung übernommen hat. "Die gute Beschäftigungszahl der Region ist das Resultat von Firmen, die nicht Teile eines Konzerns sind, sondern von Unternehmerpersönlichkeiten mit Herzlichkeit und Sympathie gelenkt werden", lobte Landrat Andreas Meier.

Eine Firma, die Hightech und Handwerk nach dem Prinzip von Lederhose und Laptop verbinde, mache auch den Landkreis stark, warb Meier auch für den Stellenwert des Handwerks. Heinz Händel, der 35 Jahre in der Firma ist und seit 10 Jahren mit Können, Fleiß und Begeisterung als Betriebsleiter fungiert, sagte Rainer Zechmayer.
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