Zwei beim Body-Blast
Die Reifen-Frauen

Vermischtes
Grafenwöhr
16.08.2016
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Die Reifen-Übung war für Anne Spitaler schwer, aber machbar. Bild: esm

Geht nicht, gibt's nicht bei Michael Tiefel. Der Trainer geht mit seinem Body-Blast an die Grenzen. Crossfit heißt das neue Trend-Fitnessprogramm, das der Polizist anbietet. Zwei NT-Kollegen wagten das Experiment in der Freiluft-Folterkammer.

(esm/spi) Zirkeltraining, Partnerübungen, funktionelle Übungen und Sprints spielen eine Rolle. "Es ist eine Mischung aus Kondition, Kraft und Bewegung", erklärt Tiefel, der das Outdoor-Training seit zweieinhalb Jahren anbietet.

Übungen mit Seilen, Reifen, oder einfach mit dem eigenen Körpergewicht sollen Teilnehmer fordern und fördern, aber nicht überfordern. "Jeder leistet so viel, wie er kann. Die Leute sollen Spaß bei der Sache haben."

Dreimal wöchentlich schwitzt die Gruppe neben dem Skaterplatz beim Sportzentrum in Grafenwöhr. Für den "Neuen Tag" haben zwei Redakteure den Trend getestet und berichten über ihre Erfahrungen:

von Marion Espach

Laufen? Kein Problem. Gewichte stemmen? Auch nicht, solange es jemand anderes macht. Mit dementsprechend gemischten Gefühlen ging ich zum Outdoor-Body-Blast-Training. Das bisschen Optimismus, wenigstens ein paar Kilo bewegen zu können - egal ob in die Luft oder sonst wohin - war ziemlich schnell weg. Wir waren umgeben von 64 Pfund schweren Betonkugeln, einem Riesenreifen, Gewichten und fit aussehenden Leuten. Hilfe!

Aber alles halb so schlimm: Die Betonkugeln musste ich zum Glück nicht anfassen, dafür Seile schwingen und auf eine Kiste springen. Und hat man die Technik heraus, war der Reifen gar nicht so schwer. Alles machbare Übungen, die der Trainer für uns ausgesucht hatte. Auch kurze Läufe gehörten dazu. Das Programm war also so abwechslungsreich wie versprochen. Michael Tiefel treibt seinen Leuten den letzten Schweißtropfen, aber nicht den Spaß heraus. Jeder ist motiviert und zieht die anderen mit. Da habe sogar ich ein paar Kilo vom Fleck bekommen.

von Anne Spitaler

Der Tag danach: Muskelkater in den Beinen, Armen und Schultern. Gefühlt überall. Die Kollegen lachen schon über meinen watschelnden Gang. Schuld daran ist die fixe Idee, für eine Geschichte beim Outdoor-Body-Blast mitzumachen. Kraft, Bewegung und Kondition sind angesagt und das, obwohl ich so gut wie nie Sport mache. Der erste Schock: Fast nur männliche Muskelprotze und durchtrainierte Sportlerinnen sind dabei. Davon ein bisschen eingeschüchtert inspiziere ich erst einmal die Geräte: schwere Kugeln, Seile, eine Kiste, ein riesiger Reifen, Kugelhanteln. Puh.

Okay, das bisschen Seil schwingen schaffe ich. Der Reifen? Bestimmt kein Problem. Denkste. Die ersten Male gehen, dann wird es hart. 20 Minuten pro Station können ganz schön lang sein. Aber die Gruppe macht es mir leichter. Sie hilft mir, sie feuert mich an. Ich bin nicht allein mit meinen schweren Gliedern, der Stoßatmung und dem Schweiß. Das verbindet. Die Angst, dass der Trainer neben mir steht, mich anschreit, dass ich weitermachen soll, ist unbegründet. Michael Tiefel zeigt mir stattdessen, wie es einfacher geht, den Reifen hoch zu wuchten. Wenn ich nicht mehr kann, soll ich aufhören. Der Befehlston bleibt zum Glück aus. Der wäre zu viel gewesen.

Dann ist die Stunde vorbei. Endlich. Aber auch schade. Ich hätte mich gerne noch an so einer Stein-Kugel ausprobiert, die Arme waren aber schon zu schwer. Vielleicht stemme ich ja beim nächsten Mal die 65 Pfund. Der Muskelkater geht schließlich auch wieder weg.

Body-BlastWeitere Infos und Anmeldung für Body-Blast bei Michael Tiefel, Telefon 0151/46139928 oder Mail an body-blast@web.de. (esm)

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Weitere Informationen:

www.body-blast.de
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