"Hire and Fire" in Grafenwöhr? - Gewerkschaft, Politiker und Betriebsrat kämpfen
Längere Beschäftigung zugesagt

Teile dieses European Activity Set (EAS) wie Abrams Kampfpanzer (Bild) waren auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr stationiert. Archivbild: mor
Wirtschaft
Grafenwöhr
30.08.2016
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(mor/esc) Zwei Jahre nachdem die letzten US-Panzerbrigaden Europa verlassen haben, kehrte 2014 das schwere Gerät zurück. Teile dieses European Activity Set (EAS) waren auf dem Truppenübungsplatz stationiert. Deutsche zivile Mitarbeiter sind mit der Wartung und Aufbereitung des EAS-Geräts betraut. Am Freitag bekamen die rund 30 Beschäftigten des EAS die Nachricht, dass ihre Arbeitsverträge zum 30. September enden. Den Mitarbeitern sei allerdings schon bei Einstellung bekannt gewesen, dass es sich dabei um befristete Verträge handelt, wie Betriebsrat Gerd Beitz erklärt. Bei den Mitarbeitern handelt sich um Mechatroniker und Kfz-Mechaniker.

"Die Infos gehen weit auseinander", sagt Alexander Gröbner. Der Verdi-Bezirksgeschäftsführer kritisiert, dass eine längere Beschäftigungsdauer zugesagt worden war. Auch Politiker melden sich zu Wort: "Das Vorgehen der Verantwortlichen bei der US-Army passt meiner Meinung nach aufs Negativste ins Bild der letzten Jahre: Die immer wieder zugesagte enge Abstimmung mit dem Personalrat und den Verantwortlichen in der Region beschränkt sich auf Lippenbekenntnisse", kritisiert MdB Uli Grötsch (SPD).

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (CSU) wandte sich auch im Namen von MdB Albert Rupprecht und Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch in einem Brief an Staatskanzleichef Marcel Huber. "Erneut gehen damit in Grafenwöhr zivile Arbeitsplätze verloren und das Verhältnis Deutscher zu amerikanischen Beschäftigten sinkt weiter", klagt er an. Das Vorgehen stoße vor Ort auf größtes Unverständnis. Auch deshalb, "weil wohl die dann von Mannheim aus tätige Einheit Wartungsarbeiten für in Grafenwöhr übende Truppen ausführt".

Gewerkschaft, Betriebsrat und Politiker wollen sich dafür einsetzen, die Mitarbeiter wieder auf dem Truppenübungsplatz unterzubringen.
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