Michaels-Werk öffnet die Türen
Jeder zeigt, was er kann

Der Friseurnachwuchs unter Leitung von Martina Mayer verwöhnte die Besucher mit Extensions in verschiedensten Farben. Bild: hfz
Wirtschaft
Grafenwöhr
11.05.2016
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Um den Tag der offenen Tür zum Erfolg zu machen, haben sich Schüler und Lehrer des St. Michaels-Werks mächtig ins Zeug gelegt. Künftige Schüler, ihre Eltern aber auch Ehemalige belohnten diese Mühen mit gutem Besuch.

Dank guter Vorbereitung gab es für die Gäste viel zu sehen, zu hören, zu entdecken und auszuprobieren. Alle Fachbereiche präsentierten sich. In den Werkstätten und im Außenbereich wurde den ganzen Tag gehämmert, geschraubt, geschweißt, gelötet, geschmiedet, gemalt, gepflastert, gebacken, gekocht.

In den Holzwerkstätten zeigten angehende Schreiner und Zimmerer ihr Handwerk. Sie präsentierten Werkstücke vom Gartenstuhl bis zum Schachbrett. Maler und Lackierer zauberten ihre Lieblingsmotive auf Platten und Spiegelfliesen. Die Bautechnik verschönerten das Areal rund um die Bushaltestelle: sie ebneten und pflasterten das Gelände.

Die Jugendlichen des Berufsvorbereitungsjahrs Gesundheit legten Verbände an, maßen den Blutdruck, betteten Patienten um oder führten den Umgang mit einem Rollstuhl vor. Im hauseigenen Friseursalon konnten sich die Besucher verwöhnen lassen: Neben Extensions und Makeup gab es auch Handmassagen.

Die Kfz-Mechaniker stellten voller Stolz die neue Fahrradwerkstatt vor und erklärten das Reifenwechseln oder die Funktionsweise von Motoren. In den Metallwerkstätten waren die Gäste dabei, als Dekoartikel für den Garten entstanden Frösche, Eulen, Eichhörnchen und Raupen. Auch Blumentöpfe aus Dachrinnen gab es dort. Der Fachbereich Elektrotechnik zeigte, was Strom zum Leuchten bringen kann.

Fürs leibliche Wohl sorgten Schüler und Lehrer der Abteilungen Lebensmittelhandwerk und Wirtschaft/Verkauf. Gegrilltes, Selbstgebackenes und Obst to go standen auf der Karte, so dass keine Wünsche offen blieben. Als Schmankerl boten Schüler des Fachbereichs Deutsch als Zweitsprache Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern: Neben afghanischen Bolani oder russischem Kartoffelsalat gab es auch das eritreische Nationalgericht in zweierlei Variationen. Auf viel Interesse stießen die von Schulleitung und Vorstand angebotenen Führungen über den Campus und durchs Internat.

Der Tag ließ künftige Schüler und Eltern Informationen und Eindrücke sammeln. Die Präsentationen der Fachbereiche sollten unentschlossenen Jugendlichen die Entscheidung ihrer Berufswahl erleichtern. Hierzu dient auch das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), ein Jahr Vollzeitunterricht, in dem die Heranwachsenden erste Erfahrungen sammeln. An das BVJ kann sich ein Berufsgrundschuljahr (BGJ) mit zweijähriger oder eine dreijährige Ausbildung anschließen.

Schulleiter Peter Fleischmann und Vorstand Tassilo Heimberg waren mit der Resonanz an dem Tag zufrieden. "Ein gelungener Tag der offenen Tür, an dem man als Besucher gar nicht alle Angebote wahrnehmen konnte, der aber dank der Mitarbeit von Schülern und Lehrern ein umfassendes und lebendiges Bild der Berufsschule des St.-Michaels-Werks bot", so Fleischmanns Fazit.
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