Liebevoll restaurieren
Kuscheliges Nest für die Familie

Wohlfühl-Wohnen auf höchstem Niveau. Der großzügige Wohnbereich füllt das gesamte Erdgeschoss und punktet den ganzen Tag mit viel Licht. Antike Möbel und Accessoires atmen Familiengeschichte. Bilder: Portner (3)
Kultur
Guteneck
30.10.2014
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Aus wenig kann man viel machen. Das ist das Lebensmotto von Susanne und Jürgen Rötzer. Sie restaurierten alte Möbel und packten beim Hausbau mit an. Seit 2008 wohnt die junge Familie nun in Guteneck und genießt es, mit ihren Wurzeln zu leben.

Die urgemütliche Atmosphäre packt den Besucher schon beim Eingang. Es sind die Kleinigkeiten, die liebevoll platziert nicht nur ins Auge fallen, sondern das Herz berühren. Susanne und Jürgen Rötzer haben ein Faible für "alte Dinge" und ein gemeinsames Hobby: In den Jahren vor dem Hausbau restaurierten sie Möbel, die zum größten Teil von den Großeltern aus Fuchsberg und Tiefenbach stammen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es fast zu jedem Stück eine Geschichte gibt. Im Treppenhaus steht ein mit Büchern und Teddys gefüllter Schiebeschlitten, an den Wänden hängen antike Heiligenbilder und selbst das Nudelholz der Oma fehlt nicht.

Selbst Hand anlegen

Als das Paar 2007 das Projekt "Hausbau" startete, war es beiden wichtig, selbst mit Hand anzulegen. "Wir wollten unser Zuhause mit unseren Händen bauen und damit unsere Energie direkt mit einbringen", erklärt Susanne Köppl-Rötzer. Unterstützt wurden sie von den handwerklich begabten Vätern und einigen Firmen aus der Region. Ziel war ein offenes Zuhause. Dies spiegelt sich auch in der Raumgestaltung wieder.

Blick aufs offene Feuer

Das "Zimmer" für Kochen, Essen und Wohnen füllt das gesamte Erdgeschoss. Von hier führen die Treppen hinauf zu Schlafräumen, Kinderzimmer, Bad und Dachgalerie. Am Kachel-Speicherofen steht eine mit Scheitholz gefüllte "Kirm" von der Oma. Diese wurde mit Rädern versehen und passt in den Holzaufzug zum Keller. "Eine große Erleichterung!", meint das Paar, das den Blick aufs offene Feuer vom gesamten Wohnbereich aus genießen kann.

Die urgemütliche Atmosphäre packt den Besucher schon beim Eingang. Es sind die Kleinigkeiten, die liebevoll platziert nicht nur ins Auge fallen, sondern das Herz berühren. Bilder von Gertraud Portner

Blickfang Küche

Blickfang ist die selbst gemauerte Küche mit Holztüren. "Uns war schon immer klar, dass wir keine von der Stange kaufen", sagt Jürgen Rötzer. Praktisch ist die Arbeitsinsel mit Granitplatte und viel Stauraum bis zu den Balken. Damit diese die Wohnatmosphäre nicht "drücken", sind die Decken höher. Die weißen Kunststofffenster mit Oberlichte wurden eigens nach Skizzen von Gattin Susanne gefertigt. Mehr Lichteinfall (49-er Mauern) bringen auch die abgeschrägten Fensternischen, die ebenso wie in historischen Häusern, oben rund verlaufen. Die Fensterbretter sind aus Holz; ebenso der Boden. Im ganzen Haus - auch im Bad - ist sibirische Lärche verlegt. Sohn Vincenz und Familienhund Lanzelot haben auf den Dielen ihre Spuren hinterlassen. Doch das wertet den wohnlichen Gesamteindruck im "kleinen Heimatmuseum von Guteneck" eher noch auf.
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