Die Zukunft zielstrebig vor Augen

Lokales
Guteneck
07.12.2015
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Nach bedeutenden Investitionen in den letzten Jahren hat die Gemeinde erneut mehrere weitreichende Baumaßnahmen im Visier. So wird der Ausbau der Breitbanderschließung fortgesetzt. Die Planungen für die Flurneuordnung und die Dorferneuerung sind in vollem Gang.

Die Bürger zeigten auch heuer reges Interesse an der Bürgerversammlung. Gut 60 Besucher kamen ins Gasthaus Vetterl, um sich von Bürgermeister Johann Wilhelm informieren zu lassen.

Im letzten Jahr wurde die Breitbanderschließung für etwa zwei Drittel des Gemeindegebietes ermöglicht. Nun werden, nach einer geplanten Bauzeit von etwa zehn Monaten, weitere 90 Haushalte aus den restlichen Ortsteilen der Gemeinde mit dem schnellen Internet versorgt. Hierzu werden etwa 13 Kilometer Glasfaserleitung verlegt. Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde kürzlich mit der Firma Amplus geschlossen. Wenn es die Witterung ermöglicht, wird heuer noch mit den Erdarbeiten begonnen. Wenngleich die Maßnahme sehr hoch gefördert wird, verbleiben der Gemeinde noch etwa 250 000 Euro, die sie aus Eigenmitteln aufbringen muss, gab der Bürgermeister zu verstehen. Dies sei ein großer Nachteil gegenüber den größeren Städten. Hier wird die Breitbandversorgung, wegen der Wirtschaftlichkeit, von den Anbietern ohne finanzielle Beteiligung erstellt

Aufwendige Planungen

Nach Anordnung der Flurneuordnung und Dorferneuerung haben die Arbeitskreise in ihren Sitzungen sowie mit den Dorf- und Flurbegehungen wertvolle Arbeit geleistet und wegweisende Ideen eingebracht. Die hierfür erforderlichen Planungsarbeiten werden derzeit vom Architekturbüro Blank aus Pfreimd ausgeführt. Die ersten Entwürfe wurden in der Gemeinde bereits vorgestellt. Im Rahmen der Dorferneuerung werden auch eine begleitende Beratung sowie eine Energieberatung für alle vom Verfahren betroffenen Grundstücksbesitzer angeboten, so Wilhelm.

Für Pischdorf wurde die vereinfachte Dorferneuerung beantragt und vom Amt für Ländliche Entwicklung genehmigt. Auf Empfehlung des ALEF wird die Sanierung des Verbindungsweges von der Ortschaft in Richtung Aussiedlerhof Werner vorgezogen. Im nächsten Jahr wird die Straße eine Oberbauverstärkung erhalten.

Auch die Gemeindestraße von Oberaich nach Tauchersdorf ist dringend renovierungsbedürftig. Bei einer Besichtigung mit dem Staatlichen Bauamt kam man überein, auf einer Länge von etwa 2,4 Kilometer eine Oberbauverstärkung aufzubringen. Die Maßnahme wird voraussichtlich 2017 ausgeführt.

Der Winterdienst für die 24 Kilometer Gemeindestraßen wird zu etwa gleichen Teilen von der Firma Giedl aus Trossau und vom Landkreis verrichtet. Der Landkreis hat nun die Vereinbarung gekündigt. Eventuell könnte ein Landwirt aus dem Gemeindebereich, mit entsprechender Einrichtung, die Arbeiten ab dem Winter 2017 übernehmen, fragte der Bürgermeister in der Versammlung.

Die Wasserversorgung und die Abwasseranlage arbeiten exakt kostendeckend. Der Deckungsgrad bei den Friedhofgebühren konnte auf knapp 80 Prozent gesteigert werden. Beim Kindergarten beträgt der ungedeckte Bedarf 83 900 Euro. Hier werden momentan 22 Kinder betreut. Die U3-Plätze sind mit 4 Kindern belegt. Leider wirkt sich der demographische Wandel auch auf die Grundschule Weidenthal aus, stellte Wilhelm fest. Hier werden aktuell 29 Kinder in zwei Klassen unterrichtet.

Neue Handwerksbetriebe

Der Bürgermeister war erfreut, dass sich im letzten Jahr in der Gemeinde wieder mehrere Gewerbebetriebe neu anmeldeten. Alexander Betz aus Weidenthal hat ein Geschäft für An-und Verkauf von Kfz-Gebrauchtteilen eröffnet, Patrick Schmal aus Guteneck führt Garten- und Landschaftsbau- und -pflegemaßnahmen aus, und Christina Hartinger aus Guteneck stellt englische Süßigkeiten her und verkauft diese auch. In diesem Zusammenhang gab Wilhelm bekannt, dass am 28. Mai 2016 die nächste Gewerbeschau stattfindet, und zwar diesmal in Weidenthal.

Investitionen für Zukunft

In seinem Grußwort stellte Arnold Kimmerl in seiner Eigenschaft als stellvertretender Landrat fest, dass die Gemeinde in den letzten Jahren sehr viel geschafft hat. Es wurden nicht nur beträchtliche Investitionen getätigt, sondern darüber hinaus auch noch Schulden abgebaut. Die Dorferneuerung und die Flurneuordnung sowie die vorgesehene Nahwärmeversorgung wertete er als bedeutende Investitionen für die Zukunft. Der Bau des Feuerwehrhauses war ein Kraftakt, wofür den Wehrmännern großer Dank gebühre.

Wilhelm dankte abschließend allen Behörden und Institutionen für die gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch dem Gemeinderat, den Gemeindebediensteten und der Verwaltung. Ebenso schloss er alle Bürger und Vereine, welche sich in die Öffentlichkeitsarbeit einbringen, mit in seinen Dank ein.
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