Energiewende unterstützen

Lokales
Guteneck
12.02.2015
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Nach der Umstellung auf die LED-Straßenleuchten will die Gemeinde Guteneck mit dem Bau einer Nahwärme-Versorgung, die überwiegend auf erneuerbaren Energien basiert, einen weiteren Beitrag zur Energiewende in der Region leisten.

Die Anlage soll mit heimischen Rohstoffen betrieben werden um den bisherigen Einsatz fossiler Energieträger zu minimieren. Denn die Sicherung einer umweltverträglichen Energieversorgung, zählt zu den Schlüsselaufgaben der Zukunft. Deshalb hat die Gemeinde Guteneck schon vor zwei Jahren, als der Freistaat das Sonder-Programm auflegte, die Erstellung eines Energiekonzeptes in Auftrag gegeben, gab Bürgermeister Johann Wilhelm bei der letzten Gemeinderatsitzung zu verstehen.

Um eine Aussage geben zu können, ob eine Wärmeversorgung über Nahwärmenetze möglich ist, war eine räumliche Analyse des Wärmebedarfes im Gemeindebereich erforderlich. Ein Ausbau ist allerdings nur sinnvoll, wenn in einem möglichst zusammenhängendem Gebiet oder Straßenzug genügend Verbraucher anschließen und die Wärmeabnahme demzufolge auch ausreichend hoch ist.

Energieautarke Kommune

Bei der Auswertung der erhobenen Daten wurde festgestellt, dass die Erschießung der Anwesen im Kernortsbereich voraussichtlich am wirtschaftlichsten wäre. Hauptsächlich in der Hofmarkstraße und im Schlossberg sind durch den dichten Gebäudebestand nur relativ kurze Leitungsstränge erforderlich und deshalb auch der Wärmeverlust unbedeutend.

Weiter will die Gemeinde ihre kommunalen Gebäude, soweit als möglich, an die geplante Nahwärmeversorgung anschließen und somit einen wesentlichen Beitrag zur energieautarken Kommune liefern. Über das Instrument der kommunalen Bauleitplanung hat die Gemeinde überdies einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige bauliche Entwicklung. Neubauten sind daher künftig hochenergieeffizient zu errichten, sollen regenerative Energieträger nutzen und möglichst mehr Energie erzeugen als sie selbst verbrauchen.

Zur Dorferneuerung

Die Maßnahme ist eingebettet in den Gesamtprozess zur Entwicklung ländlicher Räume, auf der Ebene der bereits von der Behörde angeordneten Dorferneuerung, führte der Bürgermeister weiter aus. Nun gelte es die weiteren Schritte einzuleiten. Aus diesem Grund fand kürzlich in der Verwaltung in Nabburg eine Besprechung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und den Architekten statt.

Baurätin Petra Trux gab hierzu bekannt, dass nach den Planungen der Behörde, mit den Umgestaltungen in der Hofmarkstraße im Rahmen der Dorferneuerung, Ende 2016, spätestens aber Anfang 2017 begonnen werde. Es sei daher sinnvoll, das Wärmenetz in diesem Abschnitt zeitgleich mit zu verlegen, um die neue Straße nicht hernach wieder aufgraben zu müssen.

Verbesserte Förderung

Agraringenieurin Elisabeth Sternemann vom ALE informierte noch über die Voraussetzungen, die für die Förderung erfüllt sein müssen. Hier wurde festgestellt, dass sich die Fördermöglichkeiten für den Bau eines Nahwärmenetzes im Zuge der Dorferneuerung aktuell verbessert haben. Bevor die Planungen anlaufen, sollte noch eine Abfrage über die Anschlussbereitschaft erfolgen und eine verbindliche Vereinbarung geschlossen werden. Schließlich muss für die Abwicklung der Maßnahme und den Geschäftsbetrieb noch eine Betreibergesellschaft gegründet werden, damit geregelt ist, wer für die Anlage verantwortlich ist.

Der Standort für die Errichtung der Anlage ist derzeit noch offen, doch dürfte die Grundstücksfrage keine großen Probleme mit sich bringen. Es wird sicher gelingen, die Nahwärmeversorgung im Rahmen der Dorferneuerung realisieren zu können, fasste Bürgermeister Johann Wilhelm das Gespräch zusammen.
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