Guteneck macht sich bemerkbar

Die Gemeinde Guteneck berief ein Wirtschaftsgespräch ein. Unser Bild zeigt am Tisch von links die Referenten Richard Brunner (IHK), Albert Vetterl (Handwerkskammer) Bürgermeister Johann Wilhelm, MdB Karl Holmeier, Landrat Thomas Ebeling und Rudolf Reger vom Landratsamt. Bild: haa
Lokales
Guteneck
08.10.2014
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Die Gemeinde Guteneck kann sich mit ihren 60 Gewerbe- und Handwerksbetrieben glücklich schätzen, erzielte sie davon alleine im letzten Jahr stattliche 140 000 Euro Gewerbesteuer. Die Kommune hat am Ortsrand ein Gewerbegebiet ausgewiesen, auf dem sich weitere Betriebe ansiedeln können.

Von der Gemeinde Guteneck wurde nun ein Wirtschaftsgespräch einberufen, um nach Möglichkeiten zu suchen, zusätzliche Betriebe anzusiedeln, aber auch die regionalen Betriebe zu stärken. Die Gemeinde habe die heimische Wirtschaft stets unterstützt, versicherte Bürgermeister Johan Wilhelm.

Durch die Ausweisung eines Gewerbegebietes in Oberaich wurde der ortsansässigen Firma Uplifter die notwendige Erweiterung ermöglicht. In Guteneck wurden Flächen für ein Gewerbe- und Mischgebiet angekauft damit sich weitere Firmen ansiedeln können. Der Breitbandausbau wurde beschleunigt, um Firmen aber auch den Bürgern einen zeitgemäßen Status bieten zu können. Weiter sei man Mitglied bei der Institution Plus-Oberpfalz.

Bei Breitband vorne

Landrat Thomas Ebeling bezeichnete den Breitbandausbau als wichtiges Zukunftsthema. Guteneck liege hier ganz vorne und gelte als "Leuchtturm" im Landkreis. Ein zentrales Thema im Landratsamt sei, die Genehmigungsverfahren und Betriebsabläufe zu forcieren. Die Unternehmen sollen in der Planungsphase von der Behörde bereits unterstützt werden. Dies wurde jetzt schon mehrfach praktiziert und habe sich bewährt. Die Verfahren werden hierdurch beträchtlich verkürzt. Zudem gebe es Ermessensspielräume, die ausgeschöpft werden können.

Rudolf Reger stellte Guteneck als prosperierende Gemeinde dar. Der Bürgermeister schiebe stets neue Projekte an, um die Wirtschaft vor Ort zu fördern. Wenn die Firmen bauliche Maßnahmen oder Investitionen planen, sollten sie zuvor die Behörde, vor allem auch wegen eventueller Förderungen, kontaktieren.

Facharbeiter gefragt

Albert Vetterl von der Handwerkskammer und Richard Brunner von der IHK wiesen die Unternehmer auf die Gelegenheit der Betriebsberatung vor allem bei der Existenzgründung, aber auch bei anderen Themen hin. Sie bemängelten, dass zu wenige Lehrlinge aber auch Fachkräfte zur Verfügung stünden. Arbeitsplätze gebe es auch bei den heimischen Betrieben, nicht nur bei den Großbetrieben und in den Ballungszentren.

Allerdings steige die Zahl der Abiturienten jährlich und die Lehrverträge würden weniger. Gefragt seien gute Handwerker und Fachkräfte, die von den Betrieben bereits jetzt dringend gesucht werden.

Mobilfunk-Misere abstellen

Christof Englmeier von Amplus gratulierte der Gemeinde Guteneck zu dem spontanen Entschluss für den Breibandausbau. Die Firma liege voll im Zeitplan. Das Netz mit modernster Hybridtechnik stehe bereits und bis Ende November sei die Inbetriebnahme. Für Geschäftskunden gebe es spezielle Business-Anschlüsse mit einer noch höheren Leistung. Um die Mobilfunksituation zu verbessern, werde ein Antennenstandort erkundet.

MdB Karl Holmeier bezeichnete das Wirtschaftsgespräch als eine nützliche Einrichtung aus der alle Beteiligten brauchbare Ideen mitnehmen können. Der Abgeordnete berichtete ferner von den Maßnahmen des Bundes die zur Förderung der Wirtschaft unternommen werden. Er führte hier besonders den Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, Energieeinsparungsprogramme und andere Aktionen an.

In der anschließenden Diskussion berichteten mehrere Handwerksbetriebe, dass sie seit mehreren Jahren keine Lehrlinge mehr bekommen. Hier wurde empfohlen, mit den regionalen Schulen zusammenzuarbeiten und für die Schulabgänger Praktikums, Exkursionen oder Betriebsbesuche anzubieten.

Faktor "Wohlfühlen"

Um den Standort Guteneck und das Gewerbegebiet an die Unternehmer zu bringen wurde angeraten, auch das Umfeld und das "Wohlfühlen" nach außen zu tragen. Dann würden auch Firmen und die notwendigen Facharbeiter in den ländlichen Raum kommen. Die erforderlichen Strukturen seien mittlerweile schon vorhanden.

Auch auf das bestehende Handwerk müsse man setzen. Die ansässigen Firmen und Betriebe müssen immer wieder kontaktiert werden, wie sie sich in Zukunft entwickeln wollen.
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