Guteneck Musterknabe bei der Energiewende

Architekt Gerhard Plöchinger stellte das Energiesparkonzept vor, dem der Gemeinderat uneingeschränkt zustimmte. Bild: haa
Lokales
Guteneck
07.11.2014
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Guteneck will energieautark werden und so einen spürbaren Beitrag zur Energiewende in der Region leisten. Mit ihren Liegenschaften geht die Kommune mit gutem Beispiel voran.

Die oberste Zielsetzung bei der Umsetzung des beschlossenen Energiekonzeptes ist die Reduzierung des Wärmeenergieverbrauches in den nächsten zehn Jahren um etwa 40 bis 50 Prozent. Dabei will die Gemeinde, als leuchtendes Beispiel, bei ihren kommunalen Liegenschaften alle Energieeinsparpotentiale nutzen. Mit einer Nahwärme-Versorgung, die überwiegend auf erneuerbaren Energien basiert, beabsichtigt Guteneck einen spürbaren Beitrag zur Energiewende in der Region zu leisten. Gleichzeitig will sie mit der Verwendung von nachwachsenden, heimischen Rohstoffen, den Einsatz von fossilen Energieträgern, vor allem Heizöl, minimieren.

"Energie wird in zunehmendem Maße immer mehr ein Zukunftsthema", gab Bürgermeister Johann Wilhelm in der letzten Gemeinderatsitzung zu verstehen. Als der Freistaat Bayern vor zwei Jahren das Energie-Förderprogramm auflegte, hat die Gemeinde sofort reagiert und die Erstellung eines Energiekonzeptes in Auftrag gegeben. Der gegründete Arbeitskreis hat danach in zahlreichen Sitzungen gute Teamarbeit geleistet und wertvolle Ideen und Möglichkeiten zur Energieeinsparung eingebracht.

Architekt Gerhard Plöchinger hat dies Zielsetzungen des Energiesparkonzeptes zusammengefasst. Nach den Ausführungen des Planers muss eine Energieversorgung gewählt werden, die auf regenerativen und möglichst heimischen Ressourcen aufbaut. "Das primäre Ziel ist die Verringerung des Energieverbrauches zum Heizen der Wohnungen um etwa die Hälfte des heutigen Wertes." Vorreiter wird die Gemeinde sein, die in ihren kommunalen Gebäuden die möglichen Einsparungen auf dem Wärmesektor und dem Stromverbrauch ausschöpfen wird. Neubauten sind energieeffizient zu errichten und unter Berücksichtigung regenerativer Energieträger.

Bei der Neugestaltung des Ortszentrums von Guteneck durch die Dorferneuerung wird der Aufbau einer zentralen Nahwärme-Versorgung mit heimischen nachwachsenden Rohstoffen geprüft und nach Möglichkeit auch umgesetzt. Dabei wird die Bevölkerung in vielfältiger Art und Weise an der Wertschöpfung beteiligt, die in der Region bleibt. Die Gemeinde fördert und unterstützt die Bürger außerdem bei energetischen Fragen und bei der Umsetzung von Maßnahmen. Der Gemeinderat bewilligte das vorgelegte Energiekonzept.

Bürgermeister Wilhelm gab das Ergebnis der in Oberkatzbach erfolgten Verkehrsschau bekannt. 85 Prozent der Kraftfahrer hätten die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Kreisstraße deutlich überschritten. Vor allem Kinder seien auf ihrem Schulweg gefährdet, weshalb jetzt verstärkt gemessen werde. Die nächste Gemeinderatsitzung findet am Donnerstag, 20. November, statt. Hier erfolgt auch die Vergabe für den zweiten Bauabschnitt zur Breitbandversorgung. Die Bürgerversammlung wurde für den 3. Dezember anberaumt.
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