Im Lichterbann des Wäldchens

Die Schmiede im Wäldchen ist ein besonderer Anziehungspunkt auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck, sowohl für Schlossherrn Burkhard Graf Beissel von Gymnich (Fünfter von links), als auch für das Organisationsteam und allen voran für die Besucher. Die jungen Besucher schätzen natürlich auch das Kamelreiten. Bild: Held,
Lokales
Guteneck
19.12.2014
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Müssten sie sich nicht um einen reibungslosen Ablauf auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck kümmern, wären sie wahrscheinlich meistens im Wäldchen anzutreffen. Daran haben der Schlossherr und das Organisationsteam heuer ihr Herz verloren.

Jahr für Jahr bemühen sich Burkhard Graf Beissel von Gymnich und das Organisationsteam mit Ulrich Ring an der Spitze, den Weihnachtsmarkt auf hohem Niveau zu halten und stetig zu verbessern. Das Wäldchen hinter der Scheune rückte zunehmend in den Mittelpunkt. Dort sind die Tiere zu Hause, von dort aus brechen die schön geschmückten Kamele, meist mit Kindern, zu ihren Touren durch den Markt auf.

Doch, wenn es dunkel wird, entfaltet heuer das Wäldchen seinen besonderen Glanz. Es taucht in stimmungsvolles Licht. "Wir haben insgesamt 30 Prozent mehr Licht", sagt Ring stolz. 400 Christbäume wurden aufgestellt. Davon sind 20 bis 30 Prozent beleuchtet und das ist hauptsächlich Aufgabe von Herbert Deseive. In zig Weckgläser wurden Kerzen gestellt und die Gläser weihnachtlich dekoriert, dezent geschmackvoll.

Feuerstellen, Fackeln, Lichterketten, Laternen mit echten Kerzen an den Baumstämmen lassen das Wäldchen magisch wirken, lassen Schatten entstehen, erinnern an einen verwunschenen Märchenwald. Keinen würde es wundern, wenn plötzlich eine Fee zwischen den Stämmen verschwinden würde oder ein Engel durch den Wald huschen würde. Das Licht ist wohldosiert, setzt aber ganz bewusst Akzente, richtet den Blick auf die Schloss-Schmiede, die es den Verantwortlichen angetan hat. Hier wird gearbeitet, lodert die Flamme. Acht Buden stehen inzwischen im Wäldchen.

Die Blicke der Besucher werden vom Licht geleitet, auf die angebotene Ware, manchmal auch nur auf besondere Details. Ulrich Ring für alle Veranstaltungen auf Schloss Guteneck verantwortlich mag das Wort Eventmanager nicht gerne hören. Er möchte sich nicht in den Vordergrund spielen, sondern nennt sofort die anderen: den Sicherheitsbeauftragten Helmut Bauer, Josef Irlbacher, der sich um Ausschank und Getränke kümmert, Robert Lehner, für die Infrastruktur zuständig, Elektriker Josef Schmidhuber, Beleuchter Herbert Deseive sowie Sekretärin Brigitte Lottner.

Mit der Eröffnung des Marktes am ersten Adventswochenende ist das Meiste, aber nicht alles getan zum Wohl der Besucher, die jeweils zu Tausenden an den vier Adventswochenenden kommen. Die Stände werden immer mehr und die Standbetreiber wechseln in den vier Wochen. Und an jedem Markttag müssen beispielsweise die Kerzen angezündet werden, nicht nur in den Weckgläsern, sondern auch in den Laternen, müssen die Feuerkörbe und die Fackeln rechtzeitig brennen.

Bei wem sich also, aus welchen Gründen auch immer, die Weihnachtsstimmung nicht so recht einstellen will, spätestens im Wäldchen ist es soweit. Ab und zu sind die Leute vom Organisationsteam dort anzutreffen, aber eine Stimme aus dem Walkie-Talkie ruft sie schnell wieder von dort weg.

Der Weihnachtsmarkt ist am Freitag, 19. Dezember, von 16 bis 21 Uhr, am Samstag, 20. Dezember, von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag, 21. Dezember, von 11 bis 20 Uhr, geöffnet. Der Gutsstadel schließt um 22 Uhr und der Ritterkeller um 24 Uhr.
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