Schlossweihnacht mit Jubiläum

"Lassen Sie sich verzaubern und entführen in die Zeit des Mittelalters", hieß Burkhard Graf Beissel von Gymnich (am Mikrofon) die Besucher bei der Eröffnungsveranstaltung auf Schloss Guteneck willkommen. Bürgermeister Hans Wilhelm (rechts) sagte Dank an den Schlossherrn für die seit zehn Jahre in Kauf genommenen Strapazen. Lothar Höher, Bezirkstagsvizepräsident, MdB Karl Holmeier, Landrat Thomas Ebeling (vorne von links) und zahlreiche Bürgermeister gaben dem Grafen auch die Ehre. Bild: Götz
Lokales
Guteneck
30.11.2014
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Es herrscht Ausnahmezeit für den kleinen Ort im Landkreis-Norden: Der historisch-romantische Weihnachtsmarkt versetzt Guteneck und seine Bewohner bereits zum zehnten Mal in einen Lichterglanz, der Tausende von Besucher lockt. Am Samstag war die Eröffnung.

(ggö) Bürgermeister Hans Wilhelm hatte guten Grund, dem Besitzer des Schlosses, Burkhard Graf Beissel von Gymnich, für sein Engagement und die Strapazen zu danken, die er nun schon seit zehn Jahren in der Vorweihnachtszeit auf sich nimmt, wenn er mit seinem Markt den Ort ins "Weihnachtslicht" rückt. Mit dem Einzug der Marktleute und Hunderter Teilnehmer wurde der Markt am Samstagnachmittag eröffnet. An den vier Adventswochenenden sind in der Schlossanlage Veranstaltungen und ein mittelalterliches, buntes Markttreiben mit Handwerkskunst geboten. An den letzten beiden Wochenenden ist auch bereits am Freitag geöffnet.

Burkhard Graf Beissel von Gymnich wünschte sich bei der Begrüßung: " Haben Sie Freude und spüren Sie die vorweihnachtliche Stimmung". Landrat Thomas Ebeling bezeichnete die Schlossweihnacht als etwas ganz Besonderes. Vorne weg beim Einzug winkten "Christkind" Lena Kleierl aus Stulln mit den beiden "Engeln", Paula Dirschwigl und Marie Schlagenhaufer aus Oberkatzbach und Namsenbach.

Eine echte Attraktion

Zum Jubiläum wurden einige Details verbessert, das Angebot nochmal vergrößert. Krippenschnitzer, Fackelmacher, Schmied, Messer- und Scherenschleifer, Filzer, Glasbläser, Specksteinschnitzer, Stadtschreiber, Buchbinder, Kerzenzieher, Riemenschneider, Lederpunzierer, Klöppler, Töpfer, Zinngießer, Teppichweber und viele mehr zeigen alte Handwerkskunst. Auch das historische Lagerleben von Rittergruppen findet statt. Unzählige Köstlichkeiten an Gebratenem und süßen Verführungen werden an Dutzenden von Ständen angeboten. An die 800 Sitzplätze stehen in beheizten Räumen bereit.

Im Veranstaltungsprogramm finden sich Auftritte von Musikgruppen an den verschiedensten Orten im Schlossareal ebenso wie die "Lebende Weihnachtskrippe", die schon seit vielen Jahren von der Theatergruppe aus Klardorf dargestellt wird. Kamelreiten im "Lichterwald" oder auf einem Pony vorbei an beleuchteten Verkaufsständen zu traben, bringt besonders bei Kindern ein Leuchten in ihre Augen. Falkner sind mit ihren edlen Tieren ebenso vertreten wie Gaukler und Jongleure.

Auch zur Ruhe finden

In der Schlosskapelle ist Zeit zur Besinnung bei all dem Trubel. Alois Gillitzer bittet am Nikolaustag (Samstag, 6. Dezember) mit seinen vorweihnachtlichen Geschichten in Begleitung von "Blecherne Saitn" zur inneren Einkehr.

An den Wochenenden ist vom Nabburger Bahnhof ein Shuttlebus eingerichtet, der im 20-Minuten-Takt zum Schloss pendelt. Der Eintrittspreis beträgt: Am Freitags 3,50, am Samstags 4 und Sonntag 5 Euro pro Person. "Gewandete" und Kinder bis zwölf Jahre sind frei.
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