Schnelles Internet als großes Ziel

Wie letztes Jahr in der Hauptstraße in Guteneck (Bild) werden in einigen Monaten in den anderen Ortsteilen der Gemeinde erneut die Bagger auffahren um das schnelle Internet näher zu bringen. Archivbild: haa
Lokales
Guteneck
22.06.2015
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Die komplette Versorgung mit dem schnellen Internet ist in der Gemeinde Guteneck gegenwärtig das große Ziel. Nach dem ersten Bauabschnitt, der mit einigen Verzögerungen nun seit geraumer Zeit abgeschlossen ist, sollen in der zweiten Ausbaustufe auch noch die weiteren Ortsteile der Gemeinde angebunden werden.

Mit dem ersten Verfahren zur Breitbanderschließung hat die Kommune im letzten Jahr den größten Teil des Gemeindegebietes mit den schnellen Internetzugängen versorgt. Damit ging ein langgehegter Wunsch, vor allem für die ansässigen Unternehmen, aber auch für alle anderen Anwender in Erfüllung. Bürgermeister Johann Wilhelm freute sich, dass die Gemeinde nun endlich auf der "Datenautobahn" angelangt sei.

Er wies bei der kürzlichen Gemeinderatsitzung darauf hin, dass die Einrichtung des schnellen Internets für die Gemeinde enorm wichtig sei. Vor allem auch für die Ansiedlung neuer Betriebe oder Bauwillige sei dies mittlerweile Grundvoraussetzung. Guteneck ist mit der Breitbanderschließung nach den neuen Förderbedingungen nun die erste Kommune in der das Projekt umgesetzt wird und somit Vorreiter im Landkreis.

Weiterer Ausbau

Roland Gerlach, der IT-Beauftragte der Verwaltung erinnerte, dass mit dem Ausbau der Breitbandversorgung zu den ersten Bedingungen mit einem maximalen Förderbetrag von 500 000 Euro gestartet wurde. Mit Ablauf des ersten Verfahrens wurden die Rahmenbedingungen durch den Freistaat Bayern geändert. Dadurch wurde der Förderhöchstbetrag für die Gemeinde Guteneck auf 900 000 Euro aufgestockt.

Aufgrund des bisher noch nicht ausgeschöpften Förderbetrages wurde auch für die noch nicht versorgten Ortsteile der Gemeinde unverzüglich der Ausbau eingeleitet. Mit dem neuen Erschließungsgebiet sollen die Ortsteile Pischdorf, Unterkatzbach, Luigendorf, Mitteraich, Oberaich, Häuslberg und Maximilianshof an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Die im letzten Jahr vorgenommene Bedarfsabfrage in den vorgesehenen Ortschaften zeigte auf, dass hier ein Bedarf für die Erschließung durchaus gegeben ist, gab Gerlach zu verstehen. Das parallel laufende Markterkundungsverfahren verlief jedoch negativ, da kein Netzbetreiber in den nächsten drei Jahren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in der Region vornehmen wird. Zum Abgabetermin wurde bei der Verwaltung daher lediglich auch nur das Angebot der Firma Amplus eingereicht.

Gemäß der vorliegenden Offerte, sind für die Ortschaften Mitteraich, Oberaich, Häuslberg und Maximilianshof Glasfaseranschlüsse vorgesehen. Für Pischdorf, Unterkatzbach und Luigendorf wird Glasfaser bis zum Kabelverzweiger verlegt. Die Hausanschlüsse werden über die vorhandenen Kupferleitungen realisiert. Der Anbieter garantiert, dass überall 30 Mbit erreicht werden.

269 432 Euro Eigenanteil

Roland Gerlach rechnete vor, dass die Investitionen für die komplette Breitbandversorgung der Gemeinde Guteneck, bei Abschluss der beiden Bauabschnitte insgesamt 1 169 432 Euro betragen. Nach Abzug der bewilligten Förderung von 900 000 Euro verbleibt bei der Gemeinde immerhin noch ein Eigenanteil von 269 432 Euro. Damit hat die Kommune mit einer flächendeckenden Breitbandversorgung allerdings zeitgemäße Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region für die Zukunft geschaffen.

Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat mit der Firma Amplus den Kooperationsvertrag abzuschließen, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Regierung. Die Bauzeit wird etwa zehn Monate ab Beginn der Maßnahme betragen. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, den Vertrag zu unterzeichnen.

"Benachteiligt"

Wenngleich die Gesamterschließung mit 900 000 Euro durch den Freistaat Bayern gefördert wird, ist dies zwar sehr beachtlich, dennoch werde aber das flache Land hier erneut wieder einmal mehr benachteiligt, hieß es kritisch. In den dicht besiedelten Regionen erfolge die Breitbandversorgung aus rein wirtschaftlichen Gründen, nämlich durch die Netzbetreiber, ohne finanzielle Beteiligung der dortigen Kommunen.
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