Zersplitterte Flächen neu ordnen

Die Produktions- und Arbeitsbedingungen der Landwirte werden durch die oftmals stark zersplitterten oder ungünstig geformten und kleinen Grundstücke (Bild) sehr erschwert. Die Bearbeitung der kleinen Parzellen ist daher unwirtschaftlich. Bild: haa
Lokales
Guteneck
21.05.2015
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Die Bedingungen in der Landwirtschaft haben sich entscheidend geändert. Die kleineren Höfe, die bisher noch im Nebenerwerb betrieben wurden, geben zunehmend auf. Die anderen Betriebe erweitern und benötigen daher größere Maschinen. Die Bearbeitung der kleinen Parzellen ist aber unwirtschaftlich.

Dies trifft besonders auch auf die Region zu. Die Produktions- und Arbeitsbedingungen der Landwirte sind hier durch die oftmals stark zersplitterten oder ungünstig geformten und kleinen Grundstücke nicht gerade einfach. Die Gemeinde hat deshalb schon lange die Flurneuordnung angepeilt. Im vergangenen Jahr wurde das Verfahren angeordnet.

Kürzlich fand nun eine Teilnehmerversammlung statt, bei der das Amt für Ländliche Entwicklung über den Verfahrensstand informierte. Baurätin Petra Trux, die auch Vorsitzende der Teilnehmergesellschaft ist, gab einen aktuellen Sachstandsbericht. Bei der konstituierenden Sitzung im Herbst wurden die verschiedenen Funktionen besetzt. Der örtlich Beauftragte ist Josef Manner. Wegebaumester wurde Michael Haas (Vertreter Albert Zeitler), und als Pflanzbaumeister fungiert Ludwig Frey (Franz Schießl).

Beitritt zum Verband

Es wurden auch weitere Grundsatzbeschlüsse gefasst. So erfolgte der Beitritt zum Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Hier wird das gesamte Kassen- und Rechnungswesen der Teilnehmergemeinschaft abgewickelt. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Zwischenfinanzierung oder Darlehensbeschaffung zu günstigen Konditionen. Weiter wurden die Bestimmungen über die Arbeits- und Fuhrleistungen der Teilnehmer festgelegt. Somit besteht die Möglichkeit, Eigenleistungen zu erbringen, die dann wertmäßig angerechnet werden, gab die Vorsitzende noch bekannt.

Das Architekturbüro Blank stellt nun den Plan für die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen auf. Dies betrifft speziell die Festlegung des Wegenetzes und die Ausbaustandards der Wege, die Regenrückhaltungen, die Landschaftspflege sowie die Ausgleichsmaßnahmen. Bei zwei Flurbegehungen im April wurden hierzu schon erste Vorschläge eingebracht. Die zu Beginn des Verfahrens gegründeten Arbeitskreise leisteten hierzu schon intensive Vorarbeit. Sie brachten in mehreren Sitzungen Ideen und Vorschläge ein, die bei der Umsetzung der Maßnahme nun mit einfließen können. Norbert Seitz vom Amt für ländliche Entwicklung informierte die Teilnehmer im Anschluss noch über die Beitragsübernahme bei langfristiger Verpachtung. Der Nutzen besteht darin, dass in einem Flurneuordnungsverfahren die Beiträge für landwirtschaftliche Flächen bei einer Pachtdauer von mindestens zehn Jahren auf Antrag zu 50 Prozent durch Zuschüsse abgedeckt werden.

Keine Verwandtschaft

Der Verpächter darf aber keine anderen Flächen gepachtet haben. Der Pächter hingegen darf nicht Ehegatte des Verpächters, noch mit diesem in gerader Linie verwandt sein. Er muss zudem landwirtschaftlicher Unternehmer sein, eine Hofstelle mit Betriebsgebäuden besitzen und die Landwirtschaft eindeutig zu Erwerbszwecken betreiben.
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