Vom Dach bis zur Heizung
Alte Schule wird energetisch saniert

Das ehemalige Schulhaus in Guteneck hat eine erhaltenswerte Bausubstanz. Mit einer energetischen Sanierung könnte das Gebäude wieder aufgewertet werden. Vor allem sollen das Dach, die Fenster und die Fassade in die Maßnahme einbezogen werden. Bild: haa
Politik
Guteneck
08.02.2016
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Das ehemalige Schulhaus mit seinem typischen Oberpfälzer Baustil soll mit einer energetischen Sanierung wieder aufgewertet werden. Im Mittelpunkt stehen vor allem das Dach, die Fenster und die Fassade. Auch für die Wärmeversorgung wird nach einer Lösung gesucht.

Für die Sanierung erhaltenswerter Bauwerke hat der Freistaat ein "Kommunales Investitionsprogramm" aufgelegt hat. Hier werden energetische Sanierungen von Gebäuden mit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Der Gemeinderat beschloss in einer vorangegangenen Sitzung das ehemalige Schulhaus, in dem jetzt der Schützenverein untergebracht ist, hierfür anzumelden.

Das Architekturbüro Schönberger aus Oberviechtach wurde beauftragt, die für die Eingabe erforderlichen Unterlagen auszuarbeiten. Bei der Sitzung des Gemeinderates präsentierte Christian Schönberger jetzt die Planungen. Das Gebäude ist im typischen Oberpfälzer Baustil errichtet und hat auf jeden Fall eine erhaltenswerte Bausubstanz, betonte der Sprecher. Allerdings sei so gut wie keine Wärmedämmung vorhanden. Zur Erhaltung der Wärme im Haus bestehe die Möglichkeit, außen einen Dämmputz anzubringen oder alternativ eine Innendämmung aus Gasbetonplatten. Die Kastenfenster mit umlaufendem Holzstock seien noch gut und sollten umgebaut werden. Die äußeren Flügel würden nicht verändert, allerdings würden die inneren Scheiben gegen ein Zweischeibenglas auszutauschen. Am Dach ist eine Aufdämmung vorgesehen. Die Außenansicht würde sich dadurch nicht verändern, betonte Schönberger. Dringend erneuerungsbedürftig sei die veraltete Heizung. Hier sei eine Anbindung an die geplante Nahwärmeversorgung angedacht. Alternativ sei noch eine neue Heizung in Verbindung mit dem neuen Feuerwehrhaus möglich. Am Kappengewölbe des Kellers müsste zudem eine Dämmung angebracht werden, damit die Kälte abgehalten wird. Allerdings ziehe die energetische Sanierung des Gebäudes auch weiterführende Folgemaßnahmen an den Innenräumen nach sich, gab der Architekt zu verstehen. Er werde hierzu noch eine Kostenschätzung ermitteln. Dennoch soll die Sanierungsmaßnahme erst einmal bei der Regierung eingereicht werden.
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