Einsatz für den Eulenvogel
Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern stellt sich vor

Gut besucht war die Informationsveranstaltung des "Verbandes für Landschaftspflege und Artenschutz" im Gasthaus Vetterl in Guteneck. Vorsitzender Johannes Bradtka (rechts) und Geschäftsführer Andreas Schmiedinger (links) wollen im Landkreis eine VLAB-Gruppe gründen.
Vermischtes
Guteneck
15.02.2016
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Der "Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern" (VLAB) möchte auch im Landkreis Fuß fassen und eine Kreisgruppe gründen. Einen ersten Schritt dazu bildete eine Infoveranstaltung im Gasthof Vetterl. Johannes Bradtka, der Vorsitzende der 9000 Mitglieder starken Vereinigung, nannte die Ziele.

Sechs Jahre nach der Gründung im März 2009 erteilte das Landesamt für Umwelt (LfU) dem VLAB die Anerkennung als Umwelt- und Naturschutzverband. "Damit haben wir ein Mitwirkungs- und Klagerecht", betonte der Vorsitzende. Aktuell nehme der Verband zur geplanten Erweiterung eines Skigebietes im Raum Berchtesgaden Stellung.

Die Umweltschutzorganisation fördere Maßnahmen zur Landschaftspflege, berate und vertrete die Interessen der Mitglieder und wirke auf Planungen und Verfahren ein, erklärt Johannes Bradtka. Er will in diesem Jahr in sieben bayerischen Landkreisen Gruppen sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg Landesverbände gründen. "Unser Ziel ist gleichzeitig die Anerkennung als Bundesverband", so der Vorsitzende. Im VLAB arbeiten alle ehrenamtlich - bis auf Geschäftsführer Andreas Schmiedinger, der das Projekt "Habichtskauz" vorstellte.

Der Verband will den ausgestorbenen Eulenvogel wieder eingliedern und 200 gezüchtete Vögel in der Naturlandschaft aussetzen. Einige auch im Landkreis. Die Veränderungen in der Landwirtschaft hätten den Habichtskauz verschwinden lassen. Im Zuge eines Biodiversitätsprogramms soll er wieder zurückkehren. Das Bundesamt für Naturschutz will fünf Prozent der Waldflächen in Deutschland unter Schutz stellen. "Wie steht der VLAB dazu?" wollten die Waldbauern wissen. "Skeptisch", sagte Johannes Bradtka. Zumindest, was die Privatwälder angehe. Wenn der Bund Waldflächen unter Schutz stellen möchte, solle er dies in den Staatsforsten tun. "Sehr skeptisch" beurteilt der Verband auch die Windkraft in der Region. Johannes Bradtka sieht in einer intakten Natur ein wichtiges Kapital für die ländliche Gegend des Oberpfälzer Waldes und dessen Fremdenverkehr. Da seien Windräder kontraproduktiv. Damit sprach der VLAB-Vorsitzende einem Teil seiner Zuhörer aus der Seele.
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