Erste Wegebauten im Herbst 2017 - Amt für ländliche Entwicklung berichtet über den ...
Flurneuordnung, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern

Die Grundstücke in der Region um Guteneck und Weidenthal sind klein strukturiert und teilweise auch unzweckmäßig geformt. Mit der Flurneuordnung werden größere Flächen geschaffen. Dadurch wird die Bewirtschaftung rationeller und effektiver sowie kostengünstiger. Bild: haa
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Guteneck
26.08.2016
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Die Senkung der Bewirtschaftungskosten und die Verkürzung der Bearbeitungszeiten sind zwei wichtige Faktoren, um die Situation der bäuerlichen Betriebe zu verbessern. Durch die Zusammenlegung von Grundstücken und den Bau von Wirtschaftswegen will die Gemeinde in ihrer Region die Voraussetzungen dafür schaffen.

Mit der vom Amt für ländlichen Entwicklung (ALE) im letzten Jahr angeordneten Flurneuordnung für die Gemarkung Guteneck und Weidenthal geht es zügig voran. Bei der von Baurat Martin Stahr einberufenen Vorstandssitzung wurden schon weitreichende Ziele gesteckt. So wurde beschlossen, für die Hauptwege bereits die Objektplanung zu vergeben. Außerdem wurde der vorläufige Beitragsmaßstab festgelegt.

Der Vorsitzende gab zu Beginn der Sitzung einen Bericht zum Stand des Verfahrens. Er gab bekannt, dass im Bereich Pischdorf etwa 150 Meter und in Richtung Mitteraich weitere 380 Meter Teilwegestücke, die nicht im Verfahrensgebiet liegen, im Rahmen des Wegebaues mit instand gesetzt werden. Die Gemeinde übernimmt die anteiligen Kosten.

Weiter stimmte der Gemeinderat der Übernahme der Einlage von 22 000 Euro an den Verband zur Ländlichen Entwicklung zu. Die Teilnehmergemeinschaft wird somit um diesen Betrag entlastet. Die Vorstandschaft dankte der Gemeinde für die Kostenübernahme. Nach Abschluss des Verfahrens wird dieser Betrag wieder vom VLE erstattet.

Zur zweckmäßigen Weiterführung des Verfahrens war die Einbeziehung einiger Flurstücke noch notwendig. Insbesondere zur Schaffung einer leistungs- und zukunftsfähigen Wegenetzstruktur sowie zur Verfahrensbeschleunigung bei der vermessungstechnischen Bearbeitung war die Verknüpfung noch erforderlich.

Erosion vermeiden


Baurat Martin Stahr berichtete weiter vom kürzlichen Ortstermin mit den Vertretern der Fachbehörden. Hier wurden das Wegenetzkonzept sowie die erstellte Landschaftsplanung abgestimmt. Landschaftsarchitekt Gottfried Blank stellte bei der Zusammenkunft den Vertretern der Behörden die Planungsvorschläge für die Flurneuordnung in den beiden Gemarkungen direkt in den Fluren vor.

Dabei wurde von den Teilnehmern mehrmals auf die Erosionsgefährdung im Verfahrensgebiet, besonders an Hanglagen, hingewiesen. Die Felder dürfen hier nur quer zum Hang bewirtschaftet werden. Das Entfernen von Ranken müsse in jedem Fall überlegt und geprüft werden.

Zur Renaturierung soll an zwei verschiedenen Flurstellen die Verrohrung von Gräben teilweise wieder geöffnet werden. Diese Bereiche werden auch aus der aktiven Nutzung herausgenommen und ein etwa zehn Meter breiter Pufferstreifen angelegt. Für diese Maßnahme gibt es Pluspunkte für die erforderlichen Ausgleichsflächen, was sich wiederum durch geringeren Grundabzug auswirkt.

Beiträge in Raten


Stahr wies auch darauf hin, dass freiwillige ökologische Maßnahmen zwar gesetzlich nicht gefordert sind, vom ALE aber begrüßt werden. Ferner wurde bei dem Termin das vorgesehene Wegenetzkonzept besprochen und verschiedene Anregungen und Änderungsvorschläge eingebracht.

Der Vorsitzende informierte die Teilnehmergemeinschaft über die Möglichkeit, dass die Hauptwege bereits vor der planrechtlichen Genehmigung durch das ALE an den Verband zur Ländlichen Entwicklung Oberpfalz zur Objektplanung vergeben werden könnten. Dies wurde von den Mitgliedern des Vorstands sehr befürwortet. Die Wege wurden in der Sitzung gleich erfasst und dem VLE gemeldet. Voraussichtlich könnten bis zum Herbst 2017 die ersten Wege schon gebaut werden.

Durch die Planungen und den Wegeausbau entstehen erhebliche Ausgaben und somit Eigenleistungsanteile. Stahr wies deshalb darauf hin, dass es Aufgabe der Vorstandschaft ist, laufend Vorschüsse zu erheben, um die Ausführungskosten begleichen zu können.

Als Beitragsmaßstab wurden vom ALE vorerst einmal 850 Euro pro Hektar angesetzt. Um die finanzielle Belastung der Teilnehmer zu begrenzen, legte die Vorstandschaft eine Splittung dieses Betrages auf sechs halbjährliche Raten in unterschiedlicher Höhe, je nach Baufortschritt, fest. Die erste Rate wird am 1. Oktober 2016 fällig. Es sollen lediglich Flurstücke mit landwirtschaftlicher Nutzung - Äcker und Wiesen - zu den vorläufigen Kosten beitragen. Alle anderen Flächen sind vorerst nicht beitragspflichtig.
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