Handy-Misere soll enden

Vermischtes
Guteneck
16.08.2016
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Ob Geschäftsmann oder Arbeiter, ob Schüler oder Rentner, fast jeder hat heute ein Mobilfunkgerät dabei, um schnell wichtige Nachrichten zu übermitteln Notrufe abzusetzen. Doch in der Region Guteneck funktioniert das so gut wie gar nicht. Nun will die Firma Amplus hier Abhilfe schaffen und einen Sendemast errichten lassen.

Die Gemeinde Guteneck bemüht sich bereits seit vielen Jahren um eine Verbesserung der Mobilfunksituation. Deshalb wurde in der Vergangenheit auch mit verschiedenen Anbietern Verbindung aufgenommen. Die Telekom war zu zwei Gesprächsrunden nach Guteneck gekommen, um über dieses Thema zu beraten. In hochkarätiger Runde, mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, signalisierte das namhafte Unternehmen Bereitschaft, Abhilfe zu schaffen. Auch Vodafone zeigte später einmal ernsthaftes Interesse.

So wurden im Gemeindebereich von einem Anbieter bereits Erhebungen und Standorterkundungen für den Bau eines Sendemasten durchgeführt. Dabei stellte sich der Herrenberg topographisch wie auch funktechnisch als der favorisierte Standort für den Bau des Antennenträgers heraus. Von hier aus könnte die ganze Region abgedeckt werden.

Erste Gespräche scheitern


Der Eigentümer der Waldungen des Herrenberges war bei den Gesprächen damals anwesend. Er erklärte sich bereit, den erforderlichen Platz zur Verfügung zu stellen. Die Unternehmen boten an, den Masten zu bauen und die erforderlichen Antennen zu installieren. Für die Infrastruktur, wie Strom und Straße, wäre hingegen die Gemeinde verpflichtet worden. Doch damit war Guteneck nicht einverstanden, denn die Gemeinde hätte eine gut sechsstellige Summe investieren müssen und der Betreiber hätte den Gewinn eingestrichen.

Letztendlich scheiterten die mehrmals gestarteten Versuche mit den Anbietern eigentlich immer an der Wirtschaftlichkeit, die, anders als in den Städten und Ballungszentren, wegen der geringeren Auslastung in der Region nicht gegeben ist.

Die bei den starken Gewittern kürzlich aufgetretenen Störungen im Telefonfestnetz, die mehrere Tage dauerten, machten wieder einmal deutlich, wie dringend notwendig auch eine intakte Handyverbindung ist. Bürgermeister Johann Wilhelm nahm die Situation zum Anlass und kontaktierte MdB Karl Holmeier und den Vorstandsvorsitzenden der Firma Amplus, Christof Englmeier. Wilhelm schilderte die prekäre Mobilfunksituation in seiner Kommune.

Bei der kurzfristig anberaumten Zusammenkunft kristallisierte sich heraus, dass die Firma Amplus, die auch das Breitbandnetz in der Gemeinde ausbaut, durchaus bereit ist, einen Sendemast für den Mobilfunk auf eigene Kosten, ohne finanziellen Aufwand für die Gemeinde, zu erstellen. Die verschiedenen Mobilfunkanbieter könnten sich dann auf dem Antennenträger einmieten.

Bauantrag für Sendemast


Als Standort würde sich der Herrenberg als höchster Berg in der Umgebung, der schon einmal im Gespräch war, am besten eignen. Der Grundbesitzer wäre auch weiter damit einverstanden. Eine Fachfirma wird daher in Kürze einen entsprechenden Bauantrag für die Errichtung eines Sendemastes bei der Gemeinde einreichen. Hier wird dann auch der genaue Standort definiert sein.

Wenn alles wie vorgesehen ablaufen kann, bestünde die Möglichkeit, dass in der Region in absehbarer Zeit auch hier endlich zeitgemäß und problemlos mit dem Handy telefoniert werden kann. Dies ist zumindest schon einmal eine vielversprechende Perspektive.
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