Internet für zwei Orte
Am Rand am schnellsten

Bürgermeister Johann Wilhelm (Guteneck; rechts) und sein Nabburger Kollege Kurt Koppmann (Zweiter von links) setzten mit Christof Englmeier (Zweiter von rechts), dem Vorstandsvorsitzenden der Amplus AG, und dessen Mitarbeiter Andreas Angelo (links) einen symbolischen Spatenstich als Zeichen für die laufenden Tiefbauarbeiten in der Gemeinde Guteneck und der Stadt Nabburg. Bild: Dobler
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Guteneck
24.09.2016
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Bürgermeister Johann Wilhelm (Guteneck; rechts) und sein Nabburger Kollege Kurt Koppmann (Zweiter von links) setzten einen symbolischen Spatenstich als Zeichen für die laufenden Tiefbauarbeiten. Bild: Dobler

Das schnellste Internet bekommen derzeit die Ortsteile von Nabburg und Guteneck. Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde und mehr kündigte Christof Englmeier an. Wer weiter draußen wohnt, kann sich also bald freuen.

Nabburg/Guteneck. Als Vertretern ihrer Kommunen freuten sich Johann Wilhelm (Bürgermeister Guteneck) und Kurt Koppmann (2. Bürgermeister Nabburg) über die Baumaßnahme. "Dabei werden Häuser, die etwas abgelegen sind, auch mit erschlossen", betonte Wilhelm.

So hatte es also mehr als symbolischen Charakter, dass sich die Kommunalpolitiker und die Repräsentanten der zuständigen Firma Amplus an einem recht abgelegenen Ort trafen - und zwar vor dem Haus Häuslberg 10. Das liegt noch auf dem Gemeindegebiet von Guteneck, aber direkt an der Grenze zum Nabburger Stadtgebiet. Für Ortsunkundige war das Ziel der Zusammenkunft nur mit Navi zu erreichen. Aber auch dorthin wird Glasfaser verlegt.

Mit knapp 13 Kilometern Glasfaserkabel ermöglichen drei Kabelverzweiger in Unterkatzbach, Luigendorf und Pischdorf Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. 57 Adressen davon erhalten gemäß dem Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung eine Bandbreite von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Im Falle des FTTC-Ausbaus (FTTC: Fibre to the Curb) hängt die individuelle Bandbreite eines Haushaltes von der sogenannten "letzten Meile" Kupfer ab: Je kürzer die ins Haus führende Kupferader ab dem Kabelverzweiger, desto höher die mögliche Bandbreite. Darüber hinaus erhalten 22 Adressen - verteilt über Mitteraich, Oberaich, Häuslberg und Maximilianshof - eine Glasfaserleitung bis ins Haus (FTTB: Fibre to the Building) - und damit Bandbreiten in unbegrenzter Höhe.

In Nabburg


Neben Niedermurach ist die Stadt Nabburg der zweite reine FTTB-Ausbau im Landkreis Schwandorf durch die Amplus AG. Mit zirka 35,5 Kilometern Glasfaser stellt der niederbayerische Internetanbieter aus Teisnach für 197 Haushalte die schnelle Verbindung zum World Wide Web her. Anstatt weiterhin auf die bald veraltete "letzte Meile Kupfer" zu setzen, investiert die Stadt das gesamte Fördergeld in die mit FTTB nachhaltige Art des Breitbandausbaus. In Windpaißing, Brudersdorf, Obersteinbach, Passelsdorf, Diepoltshof, Ragenhof, Lissenthann, Etzelhof, Fraunberg, Bergelshof, Haindorf, Tauchersdorf, Haselhof, Richtmühle, Namsenbach, Höflarn, Girnitz, Eckendorf und Wiesensüß verlegt die amplus AG Rohrverbände mit Speedpipes für jedes Anwesen.

Für den Tiefbau


Passend zum Spatenstich bezieht Christof Englmeier auch in Guteneck und Nabburg klare Stellung zur Tiefbauweise: "Bayerische Kommunen haben in den letzten Jahrzehnten nicht wenig Geld investiert, um oberirdische Kabeltrassen in die Erde zu verbannen. Allein deshalb wäre es für uns schon ein Unding, jetzt wieder mit dem Bau von Überlandleitungen zu beginnen - ganz abgesehen von der Verunstaltung unserer schönen Landschaft und den technischen Risiken!" Für die Bauarbeiten greift die Amplus AG auf langjährige Partner und auf Breitband spezialisierte Bauunternehmen zurück. Sowohl in Nabburg als auch in Guteneck erhielt die Firma Schorpp aus Rettenbach (Landkreis Cham) den Zuschlag.
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