Josef Irlbacher feiert Priesterjubiläum
Durch Brille des Glaubens sehen

Zusammen mit Pfarrer Josef Irlbacher feierten die Geistlichen Wolfgang Traßl, Hannes Lorenz und Albert Köppl sowie Pastoralreferent Christian Irlbacher die Heilige Messe. Bilder: ema (2)
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Guteneck
06.07.2016
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Pfarrer Josef Irlbacher.

"Wo zwei, oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen": Diesen Vers aus dem Matthäus-Evangelium zitierte Pfarrer Josef Irlbacher. Er freute sich, dass sich so viele Mitchristen auf den Weg nach Unteraich gemacht hatten, um mit ihm ein besonderes Jubiläum zu feiern.

-Unteraich. Nach dem Kirchenzug, an dem zahlreiche Vereine aus der Gemeinde teilgenommen hatten, versammelten sich Pfarrer Josef Irlbacher und seine Konzelebranten Pfarrer Hannes Lorenz, Pfarrer Wolfgang Traßl, Pfarrer Albert Köppl und Pastoralreferent Christian Irlbacher um den neuen Altar vor der Kapelle in Unteraich zum Festgottesdienst zum 25-Jährigen Priesterjubiläum des Geistlichen. Bei der Primiz wurde das kleine Kirchengebäude saniert, jetzt - ein Vierteljahrhundert später - erhielt es einen neuen Altar. Dieser kam am Sonntag das erste Mal zum Einsatz und wurde zu Beginn der Messe von Pfarrer Irlbacher gesegnet.

"Was hat das Leben aus uns gemacht?", fragte sich Josef Irlbacher während seiner Predigt rückblickend auf die vergangenen Jahre. In Erfüllung gegangene Hoffnungen, geplatzte Lebensträume, Veränderungen in Beruf und Familie, Verluste, Erfolge: In 25 Jahren ereignete sich so einiges. Er erzählte seine Lieblingsgeschichte von Anthony de Mello, die von einem Betrunkenen handelt, der sich auf seinem Nachhauseweg an einer Litfaßsäule orientiert und schließlich nur im Kreis dreht. Dadurch hat er das Gefühl eingesperrt zu sein, obwohl er es nicht ist.

Andere Perspektiven


In Bezug auf diese Erzählung betonte Pfarrer Irlbacher, wie wichtig es sei, ab und an "einen Schritt zurückzutreten" und das eigene Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Er meinte, dass die Menschen heutzutage oft nur das Negative sehen und sich in den Zwängen des Alltags gefangen fühlen, obwohl es ihnen historisch betrachtet noch nie so gut ging wie heute. Als Pfarrer und Seelsorger hat er es sich gemäß seines Primizspruchs "Nicht Herren eures Glaubens sind wir, sondern Mitarbeiter an eurer Freude" zur Aufgabe gemacht, den Menschen in seiner Pfarrei eine positive Sicht auf ihr Leben aufzuzeigen. Er versteht seinen Auftrag als Seelsorger darin, bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, im Religionsunterricht sowie bei der Mitgestaltung von Festen die Menschen anzuregen, ihr Leben durch die "Brille des Glaubens" zu betrachten und Freude zu verbreiten.

Dass ihm dies bisher immer gut gelungen sei, bemerkte Bürgermeister Johann Wilhelm. Er überbrachte dem Jubilar seine Glückwünsche und freute sich, dass Pfarrer Irlbacher noch immer "der Josef von früher" geblieben sei und selbstlos, unkompliziert sowie humorvoll nach wie vor "für jeden Spaß zu haben" ist. Als ehemaliger, aktiver Fußballer der Sportfreunde Weidenthal besteht bis heute noch eine Verbundenheit mit den Vereinen der Gemeinde, die durch ihre Teilnahme an der Feier diese Verankerung ausdrückten.

Dass der Fußball für Josef Irlbacher noch immer von Bedeutung ist, brachte er zum Abschluss der Messfeier zum Ausdruck. So dankte er neben den zahlreichen Helfern bei der Vorbereitung auf sein Priesterjubiläum auch Gott dafür, dass er beim EM-Viertelfinalspiel am Abend zuvor "den letzten Elfmeter noch ins Tor geschubst" hatte.
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