Ohne Kreditaufnahme investiert

Der Neubau des Feuerwehrhauses in Guteneck war auch heuer einer der Schwerpunkte des Haushalts. Die Wehrmänner erbrachten hier sehr hohe Eigenleistungen. In den letzten Wochen konnte das schmucke Haus, in dem auch Räume für die Gemeinde und den Bauhof sind, fertig gestellt werden. Das Amtszimmer des Bürgermeisters ist im Erdgeschoss gleich neben dem Eingang rechts, mit den beiden Fenstern am Giebel. Bild: haa
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Guteneck
28.09.2016
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Bei den Investitionen hat die Gemeinde Guteneck heuer zwei Schwerpunkte gesetzt. Das Hauptaugenmerk lag auf der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses für Guteneck mit Räumen für Gemeindekanzlei und Bauhof. Auch wichtig: Die Erneuerung der Gemeindestraße in Pischdorf.

Die steigende Tendenz bei der Steuerkraft der Gemeinde hält in diesem Jahr an. Die Zunahme wirkt sich direkt auf die Schlüsselzuweisung und die Kreisumlage aus. Die erneute Anhebung der Schlüsselzuweisungen und die Senkung der Kreisumlage bringen der Gemeinde eine Entlastung um 26 500 Euro, gab Bürgermeister Johann Wilhelm zu Beginn der Haushaltsberatung dem Gemeinderat zu verstehen.

40 000 Euro niedriger


Der Verwaltungshaushalt schließt heuer mit 1 400 200 Euro ab und ist um 40 000 Euro niedriger als 2015. Die Minderung begründet sich im Wesentlichen durch die geringere Einnahme bei der Gewerbesteuer. Der Anteil der Lohn- und Einkommensteuer bringt hingegen Mehreinnahmen von 17 400 Euro. Die sonstigen Einnahmen sind wesentlich unverändert. Bei den Ausgaben ergeben sich Erhöhungen bei den Personalkosten, bei der Umlage an den Schulverband Nabburg und den Anteil der Gemeinde an den Betriebskosten der gemeinsamen Kläranlage. Die Mehrausgaben belaufen sich auf insgesamt 17 600 Euro. Für den Schuldendienst verringern sich die Zinszahlungen um 2 800 Euro.

Die Schwerpunkte des Investitionshaushaltes bilden heuer die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses in Guteneck mit Gemeindekanzlei und gemeindlichen Bauhof. Hierfür wurden 164 600 Euro angesetzt. Der Neubau der Gemeindestraße in Pischdorf belief sich auf 116 000 Euro. Für die Flurneuordnung ist eine Grundstockeinlage von 22 000 Euro an den VLE zu entrichten, die jedoch später wieder erstattet wird. Planungskosten fallen an für die Gemeindestraße Oberaich in Richtung Tauchersdorf und für die Neugestaltung der Hofmarkstraße mit Schlossberg und Pfarrhofgasse in Guteneck im Zuge der Dorferneuerung. Daneben fallen noch Ausgaben für weitere kleinere Positionen an: Investitionsumlage an den Schulverband Nabburg, Zuschuss für die Außenrenovierung der Pfarrkirche Weidenthal, Bolzplatztore in Pischdorf, Trichenricht und Trefnitz, Erschließungsstraße im Baugebiet Hopfengarten sowie Ankauf von Grundstücken: Insgesamt 31 500 Euro.

Keine Kreditaufnahme


Für die Investitionen erhält die Gemeinde staatliche Zuweisungen von 218 800 Euro und eine Investitionspauschale von 142 300 Euro. Weiter hat die Gemeinde noch Einnahmen aus Verkaufserlösen und Erschließungsbeiträgen. Die Arbeitsleistungen der Feuerwehr für das neue Gerätehaus sind mit 50 000 Euro angesetzt. Vom Verwaltungshaushalt werden 65 900 Euro zugeführt und aus den Rücklagen 61 500 Euro entnommen. Diese Einnahmen reichen aus, um die anstehenden Investitionen heuer ohne Kreditmittel zu finanzieren, so Kämmerer Fritz Lobinger.

Die Haushaltslage der Gemeinde kann insgesamt als ausreichend bezeichnet werden. Trotz der geringeren Steuereinnahmen bewirkten die Minderausgaben bei den Personalkosten und beim Betriebsaufwand, dass der Verwaltungshaushalt im letzten Jahr einen so großen Überschuss erwirtschaften konnte, dass die Kredittilgungen voll abgedeckt werden konnten, betonte Lobinger.

Mit dem vorliegenden Haushaltsentwurf werden die Weichen für die nächsten größeren Projekte in der Gemeinde gestellt, gab der Bürgermeister zu verstehen. Mit dem zweiten Teil der Breitbanderschließung wurde kürzlich begonnen. Im nächsten Jahr erfolgt die Oberbauverstärkung an der Straße von Oberaich in Richtung Tauchersdorf. Weiter ist die energetische Sanierung des ehemaligen Schulhauses vorgesehen. Dann werden auch die ersten Maßnahmen für die Dorferneuerung anlaufen. Der Haushaltsentwurf wurde vom Gemeinderat gebilligt.

Der Haushalt in ZahlenKämmerer Fritz Lobinger stellte dem Gremium den Haushaltsentwurf für das laufende Rechnungsjahr vor und erläuterte das umfangreiche Zahlenwerk im Detail.

Der Verwaltungshaushalt schließt heuer mit 1 400 200 Euro (Vorjahr 1 440 200) ab. Die wichtigsten Einnahmen sind: Grund- und Gewerbesteuer 153 100 Euro (159 700), Einkommensteueranteil 308 100 Euro (290 700), Schlüsselzuweisung 333 100 Euro (307 200), Benutzungsgebühren 193 000 Euro (192 000), Betriebseinnahmen 123 000 Euro (126 000), Zuweisungen 134 000 Euro (159 000), Kalkulatorische Einnahmen 71 000 Euro (71 000).

An Ausgaben stehen gegenüber: Personal 273 700 Euro (272 200), Verwaltungs- und Betriebsausgaben 520 000 Euro (535 000), Zuweisungen an Vereine, Verbände, Kindergärten 41 000 Euro (39 000), Kreditzinsen 25 000 Euro (28 100), Kreisumlage 287 100 Euro (287 700), Umlage an Verwaltung 166 700 Euro (168 300), Zuführung an Vermögenshaushalt 78 000 Euro (51 500).

Der Vermögenshaushalt hat heuer ein Volumen von 631 000 Euro (1 324 700). Die größten Einnahmen sind: Zuführung vom Verwaltungshaushalt 78 000 Euro (80 000), Rücklagenentnahme 81 000 Euro (260 000), Verkaufserlöse aus Grundstücken 48 000 Euro (1 000), Zuschüsse 319 000 Euro (592 000).

An Ausgaben werden anfallen: Grundstückserwerbe 114 000 Euro (32 000), Hochbaumaßnahmen (Feuerwehrhaus und anderes) 72 000 (664 000), Tiefbaumaßnahmen 235 000 Euro (125 000), Kredittilgungen 299 000 Euro (107 000), Zuführung an Rücklagen 10 000 Euro (15 000). (haa)
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