Protest gegen Niedrig-Preise
Milchbauern schlagen Alarm

Mit ihrer Plakataktion fordern die Milchbauern die politischen Entscheidungsträger zum Handeln auf. Bild: rid
Vermischtes
Guteneck
27.12.2015
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30 Cent bekommen die Bauern momentan für den Liter Milch. "Viele Betriebe wissen nicht mehr, wie sie damit ihre Kosten decken sollen", schlägt Johannes Hösl Alarm. Die Botschaft des "Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter" (BDM) richtet sich an die höchsten Stellen der Politik.

Nabburg. Johannes Hösl, Kreisvorsitzender des BDM, rief den Vorstand zusammen, um sich an der bundesweiten Plakataktion zu beteiligen."Wir brauchen einen Systemwechsel", sagt Martin Prey. Der Landwirt aus Niedermurach fordert Rahmenbedingungen zur Reduzierung der Milchmengen. Der momentane Überhang mache die Preise kaputt, treibe die kleineren Betriebe in den Ruin.

Den Markt regeln


Die Milchbauern wollen keine Subventionen und keine zinsgünstigen Darlehen, "sondern gesetzliche Vorgaben, die den Markt regeln". Wer an die Selbstheilungskräfte des freien Marktes glaube, handle fahrlässig, so die Botschaft der BDM-Mitglieder an die Kanzlerin, ihren Landwirtschaftsminister und den EU-Kommissar Phil Hogan.

An fünf Standorten im Landkreis hängen Plakate mit dem gleichen Wortlaut. In Guteneck-Unteraich, Wernberg-Köblitz, Schwandorf, Neunburg vorm Wald und im Städtedreieck. Genauso wie tausendfach in allen Teilen des Bundesgebiets. "Wir wollen Druck auf die Politik machen", unterstreicht Martin Prey. Sie solle endlich Spielregeln schaffen. Der jetzige Zustand werde ins Chaos führen. Abwarten sei die schlechteste Lösung, ist auch BDM-Vorstandsmitglied Matthias Irlbacher überzeugt. Sie führe nur zu weiteren Werteverlusten und treibe die Milchbauern letztlich in den Ruin.
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