Viele Ideen für schönes Ortsbild

Der momentan von Asphalt geprägte Platz beim Dorfkreuz, soll eine bedeutende Aufwertung erfahren. Hier wird ein gemütlicher Aufenthaltsbereich mit Pavillon, Sitzgelegenheit und Eingrünung entstehen. Bild: haa
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Guteneck
04.10.2016
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Bäume, Sträucher und viel Grün werden künftig das Ortsbild der Gemeinde positiv verändern. Besonders die Hofmarkstraße, der Schlossberg und die Pfarrhofgasse werden im Zuge der Dorferneuerung umgestaltet. Bei einer Teilnehmerversammlung gab es Infos über den aktuellen Stand.

In vielen Zusammenkünften hat der Arbeitskreis "Dorfwerkstatt" mit Landschaftsarchitekt Gottfried Blank ein Vorkonzept für die Dorferneuerung für Guteneck und Weidenthal zusammengestellt. Das Architekturbüro Blank hat die Vorschläge erfasst und in die Entwurfsplanung mit aufgenommen. Bei der Teilnehmerversammlung stellte der Architekt die überarbeiteten Planungsunterlagen vor. Wegen der Kanalsanierung und der geplanten Nahwärmeversorgung sind noch Gespräche mit der Gemeinde notwendig. Auch mit Anliegern müssen noch Abstimmungen erfolgen.

Bei den betroffenen Straßen in Guteneck wird der Asphaltbereich zurück genommen. Es wird nur noch der Fahrbereich asphaltiert. In den Randbereichen wird höhengleiches Pflaster verlegt. Im Bereich der ehemaligen Brauerei ist ein Pflasterbelag mit Pflanzecken vorgesehen. Auch gegenüber sind Grünflächen geplant. Die Gestaltung der Schlossallee wird noch abgestimmt.

Pavillon geplant


Der momentan von Asphalt geprägte Platz beim Dorfkreuz, soll eine bedeutende Aufwertung erfahren. Hier wird ein gemütlicher Aufenthaltsbereich mit Pavillon, Sitzgelegenheit und Eingrünung geschaffen, gab Gottfried Blank zu verstehen. Die Teerfläche wird dabei stark zurückgebaut und das Dorfkreuz mit Pflanzflächen eingegrünt. Auch gegenüber wird der Platz mit einer größeren Grünfläche aufgewertet. Die Pfarrhofgasse wird mit eingebunden.

Die Hofmarkstraße erhält eine Breite von 5,50 Meter. Dabei wird das Asphaltband auf die tatsächliche Fahrbahn reduziert. Durch die Wohnbebauung wird es Engstellen geben. Soweit es die Straßenbreite zulässt, werden beidseitig gepflasterte Gehwege angelegt. Das Pflaster für die Gehwege und die Parkbuchten wird höhengleich verlegt, so dass es überfahrbar ist und keine Stolperstellen entstehen. Die Tendenz geht hier zum Granitpflaster, da es beständig gegen Streusalz ist.

Freundliches Straßenbild


Die Stellplätze entlang der Straße erhalten hingegen ein Rasenpflaster. Mit Pflanzflächen entlang der Häuserzeilen sowie kleinen Bäumen an der seitlichen Parkzeile wird ein freundliches Straßenbild geschaffen. "Die vor geraumer Zeit kalkulierten Kosten von 900 000 Euro sind konstant geblieben", freute sich Blank. Die genaue Förderung erfolgt allerdings nach den zum Zeitpunkt der Umsetzung geltenden Richtlinien.

Beim Sportheim in Weidenthal wird ein Wanderparkplatz mit zehn geschotterten Stellplätzen angelegt. Die restliche Fläche wird ebenfalls geschottert und erhält eine Randbepflanzung. Bei größeren Anlässen und höherem Fahrzeugaufkommen, kann auch auf dieser Fläche geparkt werden. Im Vorfeld ist erst einmal geplant, die vorgestellten Projekte, die Priorität haben, zu verwirklichen. Zu entsprechender Zeit werden auch die anderen noch angeregten Maßnahmen - soweit dies auch finanziell möglich ist - umgesetzt.

Förderungen nützen


Baurat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung wies auf Art, Höhe und Umfang der Förderungen für private Maßnahmen im Zuge der Dorferneuerung hin. Für dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen sowie Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden werden bis zu 30 Prozent - höchstens jedoch 30 000 Euro - Förderung gewährt. Bei kulturhistorischen oder denkmalpflegerisch wertvollen Gebäuden gibt es die doppelte Förderung.

Für dorfgerechte Gestaltung von Vorbereichs- und Hofräumen beträgt der Zuschuss bis zu 30 Prozent - höchstens jedoch 10 000 Euro pro Anwesen. Für die gestalterische Beratung mit Entwürfen und Skizzen kann das Amt einen Architekten für fünf kostenlose Stunden beordern. Zur Abstimmung von Maßnahmen der energetischen Sanierung kann ein Architekt für zehn provisionsfreie Stunden angefordert werden.

Der weitere ZeitplanBaurat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gab einen Ausblick über den weiteren Ablauf der Dorferneuerung in der Gemeinde. Die Erwirkung der planrechtlichen Genehmigung am ALE für die Maßnahmen in Guteneck und Weidenthal ist für 2017 geplant. Ebenso die Ausführungsplanung für den Parkplatz in Weidenthal. 2018 wird der Parkplatz bereits gebaut. Zeitgleich erfolgt auch die Objektplanung für die Dorfmitte Weidenthal und die Ausführungsplanung Hofmarkstraße. Die Bauphase Hofmarkstraße beginnt 2019 in Abstimmung mit der Gemeinde. Außerdem werden dann auch die weiteren Prioritäten im Dorfbereich bestimmt. (haa)


Die vor geraumer Zeit kalkulierten Kosten von 900 000 Euro sind konstant geblieben.Landschaftsarchitekt Gottfried Blank
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