Guteneck: Alternative Nahwärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien
Heizen mit erneuerbarer Energie

Kurt Zügner wird als Moderator den Einstieg zur Umsetzung des Energiekonzeptes begleiten.
Wirtschaft
Guteneck
09.06.2015
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Alternative Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien steht mehr denn je im Fokus. Mit der Umsetzung einer Nahwärme-Versorgung, die überwiegend auf nachwachsenden, heimischen Rohstoffen basiert, will die Gemeinde Guteneck einen Beitrag zur Energiewende in der Region leisten.

Da die fossilen Energieträger immer knapper und deshalb auch zu schade zum Heizen oder Verfeuern sind, muss demzufolge eine Wandlung und eine andere Orientierung erfolgen. Daher zählt die Sicherung einer umweltverträglichen Energieversorgung zu den Schlüsselaufgaben der Zukunft.

Der Gemeinderat Guteneck hat deshalb schon vor etwa zwei Jahren die Erstellung eines Energiekonzeptes in Auftrag gegeben, erinnerte Bürgermeister Johann Wilhelm bei letzten Sitzung. Guteneck wurde für dieses Projekt, das unter dem Motto "LandSchafftEnergie" läuft, als eine von 16 Modellgemeinden im Regierungsbezirk ausgewählt und erhält 75 Prozent Förderung. Er würdigte auch die Aktivitäten des Arbeitskreises, der in zahlreichen Sitzungen gute Vorarbeit für das Konzept leistete und wertvolle Ideen einbrachte.

Hofmarkstraße geeignet

Dipl. Ing. Kurt Zügner vom Ingenieurbüro ZGT aus Regenstauf, der als Moderator den Einstieg zur Umsetzung des Konzeptes begleiten wird, gab zu verstehen, dass bei der Realisierung der Maßnahme auf dem von Architekt Gerhard Plöchinger ausgearbeitetem Energiekonzept aufgebaut wird. Hier wurden, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, energetische Zielsetzungen für die zukünftige Energieversorgung in Guteneck geschaffen.

Angestrebt werden bei dem Vorhaben insbesondere die Reduzierung des Energieverbrauchs in privaten und öffentlichen Liegenschaften, die Nutzung vorhandener Energieeinsparpotentiale mit Steigerung der Energieeffizienz sowie die Nutzung vorhandener Energieerzeugungspotentiale. Der Einsatz von fossilen Energieträgern soll auf ein Minimum reduziert werden.

Die Maßnahme ist eingebettet in den Gesamtprozess zur Entwicklung ländlicher Räume auf der Ebene der bereits von der Behörde angeordneten Dorferneuerung.

Der Ausbau einer Nahwärmeversorgung ist nur sinnvoll, wenn in einem möglichst zusammenhängendem Gebiet oder Straßenzug genügend Verbraucher anschließen und die Wärmeabnahme demzufolge auch ausreichend hoch ist. Wie bei der Analyse schon ermittelt, wäre die Hofmarkstraße, die beidseitig eine dichte Häuserfront aufweist, sehr gut für die Versorgung mit Nahwärme geeignet. Durch die kurzen Leitungsstränge würde eine hohe Effizienz erreicht. Da im Zuge der Dorferneuerung die Straße ohnehin ausgebaut wird, biete es sich an, auch das Nahwärmenetz gleich mit zu verlegen, betonte Zügner.

Der Redner wies noch darauf hin, dass für die geplante Wärmeversorgungsanlage noch eine Betreibergesellschaft erforderlich ist. In Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwalts- und Steuerkanzlei wird er versuchen, Betreiber aus der Bevölkerung zusammenzuführen, um die notwendige Gesellschaft zu gründen. Für den Bau der Anlage sowie für das Wärmenetz ist eine Förderung von der KfW-Förderbank und dem Amt für Ländliche Entwicklung möglich

Bürgermeister Wilhelm dankte abschließend dem Referenten für seine Ausführungen, mit denen das Gremium weitere neue und wichtige Kenntnisse erhielt. Er stellte fest, dass in der Vergangenheit bereits sehr viel getan wurde und freute sich, dass das Konzept gut geglückt sei. Es werde sicher gelingen, die Nahwärmeversorgung im Rahmen der Dorferneuerung realisieren zu können.
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