Mit Kunden gut kommunizieren

Die Firma Uplifter in Oberaich war das Ziel einer Betriebsbesichtigung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft im Landkreis Schwandorf. 20 Lehrkräfte erhielten einen umfassenden Einblick in den Betrieb des europaweit agierenden Marktführers im Verkauf und Vermietung von Mini-Kränen. Bild: bnr
Wirtschaft
Guteneck
23.06.2016
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Schule und Wirtschaft zusammenzubringen - das ist die Aufgabe des gleichnamigen Arbeitskreises des Schulamtes Schwandorf. 20 Lehrkräfte besuchten die Firma Uplifter in Oberaich, um Einblicke in das inhabergeführte Unternehmen zu gewinnen. Sie nahmen etliche Eindrücke davon mit, was die Wirtschaft von Azubis erwartet.

-Oberaich. Der Umgang mit schweren Gewichten auf Baustellen war für Bauarbeiter seit Menschengedenken im wahrsten Sinne des Wortes "Knochenarbeit", die nicht selten zu bleibenden körperlichen Schäden führte. Diese Situation zu ändern, war für Martin Lobinger vor 16 Jahren der Antrieb, hier eine Verbesserung herbeizuführen. Das Ergebnis sind Minikräne, die umgebaut und ausgerüstet mit modernster Vakuumtechnik den Einbau von Fenstern, Decken oder Fassadenelementen mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne mühelos ermöglichen. Heute zählt das Unternehmen 70 Mitarbeiter, die in sieben deutschen Standorten von München bis Hamburg tätig sind. Dazu kommen noch je eine Niederlassung in Warschau und Prag. Der Hauptsitz bleibt auch in Zukunft Oberaich. Als "Hidden Champion" ist das Unternehmen Pionier und Marktführer im Verkauf und in der Vermietung von Mini-Kränen. Das ethische und unternehmerische Denken und Handeln zwischen Geschäftsführung, Mitarbeiter und Kunden ist in einem Leitbild geregelt.

Dialog fördern


Die 20 Lehrkräfte aus den Haupt-, Mittel- und Realschulen des Landkreises wurden von Firmeninhaber Martin Lobinger am Haupteingang des erst 2013 in Oberaich errichteten Firmengebäudes begrüßt. Auch Bürgermeister Hans Wilhelm lies es sich nicht nehmen, den "Vorzeigebetrieb" der Gemeinde Guteneck ins rechte Licht zu rücken. Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft ist der kompetente Ansprechpartner, der durch zahlreiche Aktivitäten den Dialog zwischen Schule und Unternehmen fördert. Die Schüler sollen gut vorbereitet, mit klaren Zielen und Erwartungen in die Berufsausbildung oder das Studium gehen. Für die Lehrkräfte ist deshalb die Information und Weiterbildung in den Firmen von eminenter Bedeutung.

Über die Ausbildung bei der Firma Uplifter konnte Christian Schilling, Mitglied der Geschäftsführung, wichtige Aussagen treffen. In diesem Betrieb, der überwiegend Handel treibt, stehen zur Zeit drei Lehrlinge in der kaufmännischen Ausbildung und ein Lehrling in der gewerblichen Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Die Azubis müssen eine gewisse Schlüsselqualifikation vorweisen, da sie in dem europaweit agierenden Unternehmen mit vielen Kulturen gut kommunizieren sollten. Für die Ausbildung zum Großhandelskaufmann ist Abitur oder Mittlere Reife Voraussetzung. Beim derzeit herrschenden Mangel an Bewerbern ist es für die Firma nicht leicht, geeignete Kandidaten zu finden. "Bisher haben wir die Situation gut gemeistert", ist Christian Schilling mit dem momentanen Zustand zufrieden.

Reisebereitschaft gefragt


Auch auf der Suche nach geeigneten Fachkräften stößt die Firma in Zeiten der Vollbeschäftigung an ihre Grenzen. "Wir fordern von unseren Mitarbeitern eine gewisse Reisebereitschaft, da sie überall in Europa eingesetzt werden", sah Christian Schilling als wichtigen Grund für die Zurückhaltung der Facharbeiter. Die Firma sieht nach Aussage von Martin Lobinger optimistisch in die Zukunft und denkt an Expansion. Stichwort ist dafür die Produktion 4.0. Für die vielen Informationen aus erster Hand bedankte sich Schulamtsdirektorin Renate Vettori, die mit Rudolf Reger, zuständig für die Wirtschaftsförderung im Landkreis, den Besichtigungstermin vorbereitet hatte.
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