Taizégottesdienst in der Frohnberger Wallfahrtskirche
„Nacht der Lichter“

"Die Seele baumeln" und seine Sorgen und Nöte vor der Gottesmutter in Weihrauch aufgehen lassen, durfte man bei der "Nacht der Lichter" in der Wallfahrtskirche auf dem Frohnberg. Bild: mma
Kultur
Hahnbach
21.08.2016
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Stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Frohnberg: Nur Kerzen erleuchteten das übervolle Kirchenschiff.

"Ubi caritas et amor, Deus ibi es" - "Wo die Güte und die Liebe wohnen, dort nur wohnt der Herr", so kann man das meditative Eingangslied der "Nacht der Lichter" übersetzen. Pfarrvikar Christian Preitschaft hielt den Gottesdienst in der Wallfahrtskirche auf dem Frohnberg. Die neunköpfige Hahnbacher Jugendmusikgruppe Voices gestaltete angenehm ruhig den Taizégottesdienst zusammen mit Jugendlichen der Hahnbacher Mädchengruppe, dem Burschenverein und der Katholischen Landjugendbewegung Iber.

Nur Kerzen erleuchteten das übervolle Kirchenschiff vor einer russischen Ikone, die in Vietnam aus Perlmutt gefertigt worden war, und die der Gebenbacher Pfarrvikar von einem Fockenfelder Mitschüler zur Priesterweihe geschenkt bekommen hatte. Nicht enden wollte das "Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf", zu dem unzählige Gläubige vor den Altar traten, um ihre persönlichen Anliegen vor die Gottesmutter in einem Weihrauchritus zu tragen. Mit dem gesungenen "Magnificat", dem "Hoch preiset meine Seele den Herrn" endete die gut 50 Minuten dauernde Andacht, die sich offensichtlich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Drei FragenEin Pilgerbesuch mit Vorgeschichte

Hahnbach. (mma) Weit angereist zum Frohnberg waren 54 Pilger im Bus aus Oberglaim bei Landshut, dem früheren Einsatzort von Pfarrer Dr. Christian Schulz. Auch Maria Mollok, eine Donauschwäbin, gehörte zu der Gruppe. Sie ist bereits zum zweiten Mal bei dieser Wallfahrt dabei.

Habe Sie eine besondere Motivation, zu pilgern?

Mollok: Das ist eine lange Geschichte, die bereits 1950 beginnt. In einem russischen Internierungslager, in dem die Hälfte der Insassen verhungerte, erkrankte mein kleiner Bruder an roter Ruhr. Damals versprach ich bei neuntägigem Fasten bei minimalem Wasser und Brot, für seine Genesung Gott stets dankbar zu sein.

Wie drücken Sie diese Dankbarkeit aus?

Zehn Jahre lang, bis zu einem Ernteunfall, pilgerte ich von Oberglaim alljährlich zu Fuß zur Schwarzen Madonna nach Altötting.

Und was führt Sie jetzt auf den Frohnberg?

Auch auf dem Frohnberg kann ich die damalige Erlösung in mein Gebet einbringen. Ich hoffe, auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können.
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