Albert Deß aber grundsätzlich für TTIP-Abkommen
Mehrwert muss sein

Das Greening muss auf den Prüfstand, denn aus den Beschlüssen zur Agrarreform 2013 ist ein Bürokratiemonster geworden.
Lokales
Hahnbach
30.03.2015
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Warum er TTIP, das umstrittene transatlantische Handels-und Investitionsabkommen der EU mit den USA, grundsätzlich für sinnvoll hält, erläuterte der Europaparlamentarier Albert Deß (CSU) bei einem Informationsabend der Frauen-Union Amberg-Sulzbach im Gasthaus Ritter.

In den Augen von Deß braucht Europa einen starken Partner auf der Welt, wobei angesichts der Dominanz Chinas und Indiens das Freihandelsabkommen TTIP eine Chance für Europa sei, die Regeln der globalen Wirtschaftsordnung nachhaltig mit europäischen Werten zu prägen. Im Jahr 1950 habe Europa noch einen Anteil von 22 Prozent an der Weltbevölkerung gehabt. "Im Jahr 2050 werden wir lediglich einen siebenprozentigen Anteil haben, zusammen mit den USA nur noch zwölf Prozent." Deß sagte, er werde am Ende dem vorliegenden Vertragsentwurf nur zustimmen, wenn er einen klaren Mehrwert für die Bürger und Kommunen Europas bilde.

Agrarimporte in die EU dürften nur zugelassen werden, wenn dabei die europäischen Standards für Verbraucherschutz, Tierschutz, Umweltschutz und Soziales eingehalten würden. In seinem Agrarausschuss sei sich die Mehrheit der Parlamentarier einig gewesen, dass man in TTIP eine Chance für Europa sehen müsse und dass Ursprungsbezeichnungen bewahrt werden müssten. Diese wichtige Position sei für ihn, so Deß, die Grundlage für die Verhandlungen. Er selbst habe Einsicht in die wesentlichen Verhandlungsdokumente der EU zu TTIP.
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