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Lokales
Hahnbach
08.05.2015
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Gleich doppelten Grund zum Feiern gab es für die Feuerwehr Hahnbach. Zum einen war sie Ausrichter des Florianstags in der Marktgemeinde, zum anderen erhielt das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF) den kirchlichen Segen.

Zum Gedenken an ihren Schutzpatron zogen die Feuerwehren aus dem Gemeindebereich zusammen mit der Nachbarwehr Ammersricht sowie den Hirschauern als Patenverein zur Pfarrkirche St. Jakobus, um dort ein Floriansamt zu feiern. Viele Ehrengäste und Feuerwehr-Führungskräfte des Landkreises marschierten in dem von den Hahnbacher Marktbläsern angeführten Zug mit.

Klares Ziel im Herzen

In seiner Predigt stellte Pfarrer Dr. Christian Schulz Ideale des Feuerwehrdienstes heraus. Dieses Engagement müsse eine ständige Herausforderung sein und dürfe nicht in einer Gewöhnlichkeit abstumpfen. Zum Schutz und Hilfe in Notfällen gelte es für Feuerwehrleute außergewöhnlich zu sein, auch im christlichen Leben. Menschen vor Not und Gefahr zu schützen und ihr Hab und Gut vor Schaden zu bewahren, sei das hohe Ziel der ehrenamtlichen Gemeinschaft. Auch im Bereich des Christseins müsse jeder ein klares Ziel im Herzen tragen. Jede Tätigkeit sei im Geiste Jesu zu gestalten. So wie das Kommando "Wasser marsch" nutzlos verhallen würde, wenn die Schlauchleitungen nicht mit Wasser gefüllt seien, so könne auch christlicher Glaube nur mit erfülltem Leben gelingen.

17 Fahnen dabei

Nach dem Gottesdienst marschierte der Festzug in Begleitung von 17 Fahnen zum Feuerwehrgerätehaus, wo das neue Einsatzfahrzeug den kirchlichen Segen erhielt. Kommandant Michael Iberer erinnerte bei dem Festakt an die Chronologie bis zur Beschaffung des Fahrzeugs. Es sei Bestandteil eines vom Gemeinderat beschlossenen Fahrzeugkonzepts und bilde einen wichtigen Stützpfeiler der Hahnbacher Wehr. Neben der Eignung als Mannschafts- und Gerätetransporter sei es auch Anlaufpunkt für eine kleine Einsatzleitung.

Bürgermeister Bernhard Lindner bezeichnete die Fahrzeugsegnung als wesentlichen Bestandteil im Rettungswesen. Es gehe um die Verantwortung eines jeden Aktiven, für seinen Einsatz zu trainieren, für die Kommune als Ausrüster der Wehren und um ein gesundes Gottvertrauen. In der kirchlichen Segnung finde es seine finale Rückversicherung.

Anforderungen ändern sich

Die Anwesenheit aller Gemeindewehren bestätige das freundschaftliche und professionelle Miteinander. Davon zeuge auch die Kostenbeteiligung des Feuerwehrvereins Hahnbach und die Vereinbarung, das MZF allen Gemeindewehren für Ausbildungszwecke zu überlassen. Die Kommune sei darauf besonders stolz. Kreisbrandrat Fredi Weiß zollte seine Hochachtung allen, die sich im Dienst am Nächsten einbringen. Die Aufgaben und Anforderungen an die Feuerwehr hätten sich in den letzten Jahren massiv verändert. Nur noch ein Drittel seien Brandeinsätze. Deshalb hätten sich auch die Anforderungen an die Ausbildung und die Geräte entsprechend geändert. Ein Frühschoppen zur Musik der Hahnbacher Marktbläser rundete den Festakt ab.
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