Bananen-Joe als Motor

Lokales
Hahnbach
29.10.2014
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Etwa 120 Familien in Ecuador bauen auf kleinen Flächen Bananen biologisch in Mischkultur und ohne Pestizide an. Die Früchte erfüllen alle Kriterien des Fairtradesystems und werden vom Kleinbauernverband Urocal vermarktet - und in Hahnbach vom BanAbo-Team verkauft.

Ein nicht alltäglicher Gast besuchte nun die Hahnbacher bei deren morgendlichem Treffen im Hofladen: Dr. Thomas Riegl, Leiter der Arbeitsstelle Weltkirche in der Diözese Regensburg, informierte sich nicht nur über die Entstehungsgeschichte des Bananen-Abonnements, sondern auch über die nachhaltige Wirkung dieses Projekts der Pfarrei St. Jakobus.

Der Motor der Aktion, Bananen-Joe, alias Josef Hirsch, erläuterte, wie es im April 1996 aus bescheidenen Anfängen heraus begonnen hat. Die Initiative kam vom damaligen Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden des Pfarrgemeinderats und hat sich in dieser Zeit zum Selbstläufer entwickelt. Den Kern des Ganzen bilden inzwischen 15 Austräger, die im zweiwöchigen Turnus (außer Schulferien) derzeit 220 Abonnenten mit immerhin um die 250 Kilo der biologisch angebauten Früchte beliefern.

Als weitere wichtige Stützen des Projekts nannte Hirsch das Pfarrbüro und die Gemeindeverwaltung sowie den Hahnbacher Hofladen, in dem eine Eine-Welt-Ecke als Sortimentsergänzung eingerichtet ist. Besonders stellte er die gute Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden in Sulzbach-Rosenberg heraus. In dessen Auswiege- und Verteilstation, unter Leitung von Irmgard Renner-Reisima, werden die Bananen nach der Anlieferung durch "Bananafair e.V." portioniert, ausgepreist und an die Verteilerstationen geliefert. So dürfen sich alle 14 Tage die Bezieher auf die Lieferung freuen. Den dabei zustande kommenden sozialen Kontakt, besonders mit der älteren Generation, hob Hirsch hervor.

Seit etwa zwei Jahren bestehe die "Zweigstelle" Gebenbach, die von der Leiterin der Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause", Monika Hager, betreut wird. Zudem werden auch Projektarbeiten an Amberger Schulen durch BanAbo beliefert.

Dr. Riegl äußerte sich sehr beeindruckt und bezeichnete die Aktion als Engagement für die Weltkirche und als soziales Projekt, besonders für ältere Leute. Ihm sei es wichtig zu wissen, was in den einzelnen Regionen läuft. Bei einer Liefertour an die Verteilerstationen und einem Besuch im Depot mit Josef Hirsch überzeugte er sich von der guten Zusammenarbeit der Kooperationspartner.

Auch Pfarrer Dr. Christian Schulz und 2. Bürgermeister Georg Götz (beide Kunden) nutzten den Anlass, allen Beteiligten für ihren Einsatz und dem Hofladenteam für die Bewirtung bei dem Treffen zu danken.
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