Bezirksliga-Spielleiter Graml will von Vereinen mehr Engagement beim Live-Ticker - ...
Zuckerbrot und keine Peitsche

Lokales
Hahnbach
04.03.2015
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Das Ziel sind 100 Prozent. Doch ob der Live-Ticker tatsächlich von allen Vereinen der Fußball-Bezirksliga Nord nach der Winterpause bedient wird, ist fraglich. Technische und auch personelle Probleme bringen die Wunschquote in Gefahr. "Das ist gar nicht so einfach, denn die Ehrenamtlichen stehen bei uns nicht gerade Schlange", klagten Vereinsvertreter bei der Wintertagung der Bezirksliga Nord am Montagabend in Hahnbach. Mitunter scheitere es ganz einfach auch an schlechter oder fehlender technischer Ausstattung.

Hahnbach federführend

Bezirksspielleiter Thomas Graml blickte auf eine "bislang zufriedenstellend verlaufende Saison" zurück, wünschte sich aber ein besseres Zusammenspiel mit den Vereinen und machte dies am Beispiel des Live-Tickers deutlich. Bei der Eingabe von Toren, persönlichen Strafen und Auswechslungen seien der SV Hahnbach mit 90 sowie der SV Raigering und die SpVgg SV Weiden II mit jeweils 66 Prozent Spielen federführend. Andererseits gebe es Vereine, die diese Form einer aktuellen Berichterstattung noch gar nicht getestet hätten, obwohl diese "Ticker-Pflicht" beim Verbandstag mehrheitlich beschlossen worden sei.

Er sei aber kein Freund von Bestrafungen, so der Spielleiter weiter, sondern favorisiere ein Belohnungssystem: Dies komme den Clubs, die sich entsprechend engagieren, beispielsweise bei den Terminwünschen entgegen.

Die eine oder andere Beschwerde habe es auch bei den Eintrittspreisen gegeben, da manche Vereine für Frauen - entgegen der Absprache bei der Tagung - den vollen Preis verlangen würden. "Das ist sportlich nicht fair", sagte Graml.

Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher sprach von einer harmonischen Saison. Derzeit sei im "Beobachtungstopf" ein wenig Geld übrig, das beispielsweise auch für das Coaching junger Schiedsrichter genutzt werden könne. Tobias Thanner (Gruppe Schwandorf) und Moritz Fischer (Gruppe Amberg) sind die beiden Förderaufsteiger in die Bezirksligen. Allacher erläuterte die Idee eines Vereinsschiedsrichterbeauftragten, der als Bindeglied zwischen dem Verein und der Schiedsrichterorganisation dienen solle - in der Gruppe Schwandorf laufe derzeit ein Pilotprojekt.

Zufriedenheit kennzeichnete auch den Bericht von Josef Wein, dem Vorsitzenden des Bezirkssportgerichts, denn die Zahl der Meldungen war im Vergleich zu anderen Jahren relativ gering und im Schnitt gab es alle 20 Partien einen Feldverweis. Ein Problemfeld seien manche Kommentare durch Vereinssportreporter gerade auch im Internet, die die Persönlichkeitsrechte Einzelner verletzen würden und daher auch als unsportliches Verhalten zu werten seien.

Direkter Vergleich zählt

Graml erinnerte daran, dass in der Bezirksliga bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Beim Relegations-Modus um zwei freie Plätze in der Bezirksliga könne auch ein Spieltag eingespart werden. Eine Entscheidung dazu fällt nach der Tagung der Bezirksliga Süd. Die Relegation zur Landesliga (ab 27. Mai) und zur Bezirksliga (ab 26. Mai) umfasse jeweils vier Spieltage und werde am 7. Juni beendet sein. Da sich einige Vereinsvertreter auch für einen um acht Tage vorgezogenen Saisonstart 2015/16 als den geplanten 25./26. Juli aussprachen, werde eine Entscheidung hierüber ebenfalls nach der Tagung der Bezirksliga Süd getroffen.
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