Blumennachmittag mit philosophischen Gedanken zur Natur - Kleines Jubiläum
Garten kennt keine Wollmilchsau

Lokales
Hahnbach
02.12.2015
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"Man darf das Gras nicht wachsen hören, sonst wird man taub": Philosophisches rund um Garten, Natur und Leben hatte Arthur Wiesmet, der Gartenfachberater des Landratsamtes, beim Blumennachmittag des Obst- und Gartenbauvereins parat. Vorsitzender Josef Moosburger lud zum Auftakt im vollen Ritter-Saal alle zum kostenlosen Kuchenbüfett ein. Dazu spielten die Böhmischen Oberpfälzer, Josef Ertl und Hans Dittrich, mit Klarinette, Saxofon und Diatonischer auf.

Vergängliches auch schön

Mit "Logik, Ethik und Metaphysik" ging Arthur Wiesmet existenziellen Fragen nach. Er mahnte zur Beschränkung beim Garteln. Es gelte, Schönheit selbst in die Vergänglichkeit zu entdecken: "Wer nichts Schönes an einer welken Blume findet, sollte auch den Spiegel meiden." Lieber sollte man sehen, dass "neues Leben aus Ruinen blüht" und dass "Lebenskünstler sich auf das Überflüssige beschränken". Es gebe eben nicht die "eierlegende Wollmilchsau" - schon gar nicht für den Garten.

Wiesmet riet vielmehr dazu, sich "das Strahlen der Augen" zu bewahren. Sein "offenes Geheimrezept" bleibe der Humor. Er wusste, dass "Kinder, die viel lachen, auf der Seite der Engel kämpfen" und dass dies viel wichtiger sei als Sauberkeit und manche Schulnoten. Edi Eckl vom GV Iber und Roswitha Hubmann gratulierten dem Hahnbacher OGV, stellvertretend Josef Moosburger und Christel Fiegler, zu "25 Jahren Blumenabende beziehungsweise -nachmittage". Horst Stubenvoll, der Vorsitzende des OGV Ursulapoppenricht, schloss sich an und freute sich, dass die Umstellung weg vom Wettbewerb hin zur heuer ersten Gartenbegehung gelungen sei.

Garten mit Charakter

Pfarrer Dr. Christian Schulz sah den "Menschen zwischen Natur und Kultur", zwischen dem Wesentlichen und dem Auftrag zur Pflege. Ein Garten solle und dürfe - wie sein Besitzer - eine eigene und freie Persönlichkeit haben und nicht "uniform" sein: "Gehen Sie behutsam mit der Schöpfung um und noch behutsamer mit ihren Mitmenschen." 2. Bürgermeister Georg Götz gratulierte dem OGV, der "Heimat gestaltet und Werte erhält". Martin Wild sprach für den Kulturausschuss und nannte die drei Ortsvereine "nicht mehr wegzudenkende Größen im Hahnbacher Vereinsleben". Ehrenmitglied Franz Erras stellte die OGV-Fahrt vom 19. bis zum 23. Juni nach Caorle, Venedig und Slowenien vor. 113 Blumentöpfe wurden zum Abschluss an die Teilnehmer der Gartenbegehung verlost.
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