Die Orte Mimbach und Mausdorf standen bei der Gemeinderatssitzung gleich zweimal im Mittelpunkt. Einmal ging es um den Anschluss an das Abwassersystem, zum anderen um die Dorferneuerung.
Viele Wünsche auf der Liste

Lokales
Hahnbach
09.12.2014
1
0
(ibj) Vor vielen Zuhörern hatte sich der Gemeinderat mit der Erhöhung der Gebühren für die Abwasserbeseitigung zu befassen. Diese wurden zuletzt zum 1. Januar 2011 neu festgelegt. Sie reichten jedoch nicht aus, um auf Dauer ein Defizit zu vermeiden. Mittlerweile wurden die Ortsteile Kötzersricht und Kümmersbuch angeschlossen. Mimbach und Mausdorf stehe das kurz bevor.

Abwasser wird teurer

Darüber hinaus sei für den Kalkulationszeitraum von vier Jahren der Anschluss des Adlholztales und die Übernahme des zweiten Klärwärters nach seiner Ausbildung berücksichtigt worden. So wurde die Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2015 beschlossen. Für Einleiter in Kanal und Kläranlage von 2,15 auf 2,65 Euro, für Einleiter nur für Schmutzwasser von 1,55 auf 1,76 Euro sowie für Einleiter in Kanal ohne Kläranlage von 1,08 auf 1,22 Euro pro Kubikmeter.

Parallel dazu nimmt die Dorferneuerung von Mimbach-Mausdorf immer mehr Konturen an. Die mit der Vorplanung beauftragten Büros Rösch (Gebenbach) und Neidl (Sulzbach-Rosenberg) stellten das Maßnahmenpaket detailliert vor. Dieses wurde bei einem Auftaktseminar mit den Bewohnern beider Ortschaften und bei zahlreichen Arbeitskreissitzungen erarbeitet. In einer Punktewertung wurde zwischen "sehr wichtig" und "langfristig" eingeteilt.

Speicher sanieren

Aus der Dorfgemeinschaft kamen diese Vorschläge: Errichtung eines Gemeinschaftshauses, Sanierung des Getreidespeichers mit Kapelle in Mausdorf, Ausbau der Zufahrt Mimbach-Süd, Breitbandausbau, Hausnummern-Plan und Einbindung der Jugend in die Dorf-Aktivitäten. Das Gremium hatte keine Einwände. Nun wird das Konzept dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz zur Prüfung, zur Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange und zur Festlegung eines Budgets vorgelegt.

Zum vor einem Jahr von der SPD-Fraktion gestellten Antrag auf Errichtung eines Gehweges entlang der B14 vom Weiherweg bis zum Kfz-Betrieb "two for all" haben alle sechs Anlieger mitgeteilt, dass sie keine Notwendigkeit sehen. Ebenso seien sie zu einer Grundabtretung nicht bereit. Die Kosten wurden vom staatlichen Bauamt innerorts auf 80 000 Euro und außerorts auf 125 000 Euro geschätzt.

Antrag zurückgestellt

Nach der Ausbausatzung des Marktes Hahnbach hätten die Anlieger außerdem 55 Prozent der Kosten zu tragen. Es wurde einstimmig beschlossen, den Antrag bis zu einer Fortführung der Bebauung südlich der Bundesstraße 14 zurückzustellen.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.