Die Welt ist nicht alles

Mehrere Geistliche zelebrierten den Behinderten- und Krankengottesdienst auf dem Frohnberg. Bild: mma
Lokales
Hahnbach
12.08.2015
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Die "Liebe zum Leben" als wirkliches Zeugnis des Glaubens: Davon predigte Pfarrer Dr. Christian Schulz bei einem besonderen Gottesdienst auf dem Frohnberg.

Die Eucharistiefeier für Kranke und Behinderte auf dem Frohnberg zelebrierten Neupriester Adam Karolczak, Dr. Stephan Annan, Pfarrvikar Christian Preitschaft und Diakon Dieter Gerstacker. Das Nachwuchsorchester der Hahnbacher Marktbläser unter der Stefanie Daubenmerkl begleitete den Gottesdienst. Hahnbachs Pfarrer Dr. Christian Schulz erinnerte sich zu Beginn seiner Predigt an ein Gespräch mit seinem Weihebischof, der erfahren musste, dass nicht selten Priester sich mit dem Sterben am Schwersten tun.

Hoffnung im Herzen

Die Angst ihre Herde allein lassen zu müssen, sei groß. Schulz wünschte sich, dass man das Herz fest werden lassen soll in der Hoffnung. Die "Liebe zum Leben" gebe ein wirkliches Glaubenszeugnis, "dass diese Welt nicht alles ist". Schulz erzählte von der tiefgläubigen Kinderärztin Gianna Beretta Mola, die trotz eines Gebärmuttertumors ihr viertes Kind bekommen habe. Als sie nach dem Kaiserschnitt an einer Bauchfellentzündung tödlich erkrankte, verzweifelte sie nicht. Sie habe sich zu Hause von ihren Lieben verabschiedet und dann ihre letzten Worte gesprochen: "Jesus, ich liebe dich".

Die mutige Entscheidung für das Leben könne von niemandem abverlangt werden, so der Seelsorger, doch strahle ihr gelebtes Beispiel weit. Denn sie hatte eine "Zuversicht, die über die Welt hinausreichte". "Umklammern Sie das Leben in dieser Welt nicht zu fest", sagte der Geistliche zu den Gläubigen und bat sie, sich auf die Kraft des Evangeliums zu verlassen. "Denn dann entsteht ein Trost, den man sich nicht selbst schenken kann."

Von den kleinen Dingen

"Lieben wir das Leben, aber hängen wir uns nicht daran", resümierte der Seelsorger und fügte an: "Jesus liebt uns unendlich." Hannelore Schuster von der Behindertengruppe des Kneippvereins erinnerte an die "vielfältigen kleinen Zeichen, Worte und Ereignisse, die den Alltag lebenswert machen, staunen und dankbar werden lassen".
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