Die Zillen-Saison ist eröffnet

Lokales
Hahnbach
21.05.2015
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Dass das Wetter nicht recht mitspielte, machte den eisernen Reservisten und ihren Familien wenig aus. Gut gelaunt, mit flüssigem Proviant an Bord, stachen sie mit der Vilsarche in See: Die Zillen-Saison ist eröffnet.

Der offizielle Startschuss ist alljährlich Sache der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) im Mai. Nach etwa einer Stunde gemütlicher Fahrt in Kümmersbuch angekommen, stärkten sich die Ruderer im nahe gelegenen Biergarten mit einer Brotzeit. Etwas aufregender wurde es bei der Rückfahrt: Ein ganz besonders mutiger Kamerad stürzte sich in die noch kühlen Vils-Fluten. Nach weitern rund eineinhalb Stunden kamen damit fast alle trockenen Fußes wieder "im Hafen" an der Vilsbrücke an.

Die Idee mit der Zille hatte der inzwischen verstorbene Bürgermeister Josef Graf. Bei einem Aufenthalt im Spreewald kam er auf den Geschmack und zur Ansicht: "Das könnte man in Hahnbach auch machen." So gibt es seit 1998 die mittlerweile über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Zillenfahrten.

2013 musste ein neues Boot beschafft werden, da das alte aufgrund seiner Altersschwäche gesunken war. Zu Schaden kam dabei niemand. Insgesamt wurden bis jetzt bei etwa 1100 Fahrten ungefähr 13 000 Personen auf der Vils nach Kümmersbuch und teilweise auch wieder zurück geschippert.

Das Besondere an diesen Bootstouren ist das Erlebnis der Fluss-Auenlandschaft aus ungewöhnlicher Perspektive. Der zum Teil üppige Bewuchs des Ufers erinnert an eine Fahrt auf den Amazonas. Andere Abschnitte sind mit dem Spreewald vergleichbar, nur dass entlang der Vils anstelle von Gurkenfeldern idyllische Auwiesen zu sehen sind.

Mit höherem Kraft- und Zeitaufwand wegen der Gegenströmung ist auch eine Rückfahrt möglich.
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