Einwohnerrückgang verhindern: Hahnbachs neues Baugebiet mit Blick auf den Frohnberg
Platz für Familien

Lokales
Hahnbach
28.11.2015
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Wie können wir den Einwohnerrückgang in der Marktgemeinde verhindern? Mit dieser Frage befassen sich seit längerer Zeit die Hahnbacher Kommunalpolitiker. Eine Antwort darauf wird in der Bereitstellung von neuen Baugebieten gefunden. So wurde in den letzten Jahren eine groß angelegte Bauplatzoffensive gestartet.

Die ständige Nachfrage Bauwilliger nach einem Bauplatz veranlasste den einstigen Bürgermeister Hans Kummert dazu, die Besitzer von 85 Bauplätzen im Ortsbereich von Hahnbach von der Verwaltung zu deren künftiger Verwendung befragen zu lassen. Das Ergebnis: Lediglich fünf Plätze stünden für einen Verkauf zur Verfügung. So wurde in Ursulapoppenricht vom Markt Hahnbach ein 1,4 Hektar großes Grundstück erworben und ein Bebauungsplan für ein attraktives Wohngebiet mit 20 Bauparzellen aufgestellt.

Inzwischen haben fast alle davon einen Besitzer gefunden, so dass sich der Marktgemeinderat weitere Möglichkeiten überlegen musste.

In der Folge erwarb die Kommune im Südwesten Hahnbachs im Bereich der Flurstraße ein 43.000 Quadratmeter großes Grundstück, das zusammen mit anliegenden Flächen als Bauland angeboten werden sollte.

So konnten die Planungen für das Baugebiet Hahnbach-West III in Angriff genommen werden. Hierfür wurde vom Architekturbüro Brummer und Retzer GmbH ein Gesamtkonzept erarbeitet, welches in vier Abschnitten 142 Bauparzellen vorsieht. In dem Grundkonzept sind auch Verkehrsberuhigungen für die Flur- und für die Frohnbergstraße vorgesehen.

Im ersten Abschnitt sollen 30 Grundstücke mit einer Größe zwischen 500 und 680 Quadratmeter auf dem gemeindeeigenen Areal bis zur zweiten Jahreshälfte 2016 baureif gemacht werden.

Sie können vom Markt Hahnbach auch bereits erworben werden. Der Kaufpreis beträgt 108 Euro pro Quadratmeter inclusive Erschließung. Der zweite Abschnitt des Baugebiets entsteht dann in östlicher Richtung zur Frohnbergstraße.

Besonderer Wert wird beim Verkauf der Grundstücke auf Familienförderung gelegt. So erhalten Käufer einen Nachlass von 1000 Euro je kindergeldberechtigtem Kind auf den Grundstückspreis. Möglich sei sowohl eine Doppelhaus-Bebauung als auch eine Zusammenfassung zu größeren Parzellen, heißt es beim Markt.

Hinsichtlich der Baukörper-Typen ist gegenüber den bisherigen Baugebietsausweisungen eine flexiblere Gestaltung vorgesehen: So sollen vier Formen mit höchstens zwei Vollgeschossen zugelassen werden. Jedes Grundstück wird mit einer notariell eingetragenen Bauverpflichtung belegt. Diese ist erfüllt, wenn der Erwerber innerhalb von drei Jahren den Rohbau für ein eigengenutztes Wohngebäude errichtet. Anderenfalls besteht für die Gemeinde ein Rückkaufsrecht.

Auf Wunsch erhält der Käufer übrigens auch eine kostenlose Beratung für eine altersgerechte und barrierefreie Ausführung des Grundstücks und Gebäudes. Weitere Informationen zu Kaufabwicklung und Formalitäten gibt es im Rathaus bei Bauamtsleiter Christian Gräßmann, Telefon (09664) 91 34 22.
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