Feuerrot und nagelneu

Im Beisein der Ehrengäste übergab Bürgermeister Bernhard Lindner (Mitte) mit einem überdimensionalen Fahrzeugschlüssel den Wagen an Kommandant Michael Iberer (links) und seinen Stellvertreter Günter Berger (rechts). Bilder: ibj
Lokales
Hahnbach
29.09.2015
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Der ganze Stolz der Hahnbacher Feuerwehr ist das neue HLF 20.

Dieser Einsatz hatte einen freudigen Grund: Zu einem großen Tag und Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Hahnbach wurden die Feierlichkeiten zur Segnung und Übergabe des neuen Flagschiffs mit der Bezeichnung HLF 20.

Im vorausgegangenen Festgottesdienst in der Hahnbacher Pfarrkirche bezeichnete Pfarrer Dr. Christian Schulz den Einsatz der Feuerwehrleute als praktisch gelebte Nächstenliebe. Dabei komme es nicht unbedingt darauf an, an vorderster Stelle zu stehen, sondern wie jeder seine Aufgabe erfülle. Mit einem Geist der Hingabe und Hilfsbereitschaft sei jeder an seinem Platz wichtig. Technische Hilfsmittel tragen dazu bei, um effizient Dienst leisten zu können.

Festzug zum Fahrzeug

Anschließend marschierte der Festzug zur Musik der Hahnbacher Marktbläser mit vielen Ehrengästen in Begleitung von 16 Fahnen der Gemeindewehren und örtlichen Vereinen zum Feuerwehrgerätehaus, wo das neue Einsatzfahrzeug den kirchlichen Segen erhielt. Bürgermeister Bernhard Lindner stellte beim Festakt die Beschaffung mit einem Kostenaufwand von 425 000 Euro als eine wahrlich imposante Erscheinung dar. Sie wurde bereits Mitte 2013 nach einstimmigen Gemeinderatsbeschluss unter seinem Vorgänger Hans Kummert in die Wege geleitet und bedeute eine weitere Erhöhung der Schlagkraft für die Stützpunktwehr. Durch die interkommunale Ausschreibung zusammen mit der Stadt Schnaittenbach für ein baugleiches Fahrzeug konnten die Kosten gesenkt werden. Er bedankte sich für die Bezuschussung in Höhe von 115 000 Euro durch den Freistaat Bayern und 40 000 Euro vom Landkreis Amberg-Sulzbach. So bleiben noch für den Markt Hahnbach rund 270 000 Euro zu schultern.

Lindner stellte fest, dass in den letzten beiden Jahren die Gemeinde rund 500 000 Euro in das Fahrzeugkonzept der Wehr gesteckt hat. Deshalb brauche es diesbezüglich eine finanzielle Verschnaufpause, um auch andere dringende Projekte zu realisieren.

Kommandant Michael Iberer erinnerte an die Chronologie zur Beschaffung des Fahrzeugs. Es sei ein Ergebnis des von der Feuerwehr, der Landkreisführung und der Marktgemeinde aufgestellten Konzeptes. "In vier harmonischen, von Kompromissbereitschaft getragenen Abstimmungsgesprächen mit der Feuerwehr Schnaittenbach ist der Grundstein zur gemeinsamen Beschaffung gelegt worden. "

Schulen und üben

"Ein siebenköpfiger Beschaffungsausschuss erarbeitete in 1250 Mannstunden die Einzelheiten der Ausstattung und Beladung des Fahrzeugs. Die eigentliche Arbeit beginnt nun aber mit der Schulung der Maschinisten und dem Üben mit der Ausrüstung", betonte Iberer. Es werde einige Zeit vergehen, bis sich alle damit zurechtfinden.

Kreisbrandrat Fredi Weiß führte aus, dass sich die Aufgaben und Anforderungen an die Feuerwehren in den letzten Jahren maßgeblich veränderten. Alarmmeldungen ließen sich überwiegend in die Rubriken schwerer Verkehrsunfall, Gefahrgut oder technische Hilfeleistung einordnen. "Zeitgemäße Hilfe kann nur mit zeitgemäßem Einsatzgerät gewährleistet werden." Dies werde durch die Beschaffung des Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 durch die Marktgemeinde vorbildlich unterstützt. Die immer niedrigere Quote an tödlichen Verkehrsunfällen sei zu weiten Teilen ein Verdienst schneller und effektiver Rettung durch die Feuerwehren.

Landrat Richard Reisinger, die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz und Reinhold Strobl sowie stellvertretender HKA-Vorsitzender Martin Wild dankten den Aktiven für ihren ehrenamtlichen Einsatz. "Die Zuschüsse stellen eine Wertschätzung für das Feuerwehrwesen dar und seien in jeder Hinsicht gerechtfertigt", betonten die Ehrengäste.
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